Nach mehreren Tagen in Folge ohne Todesfallmeldung hat das Landratsamt Kitzingen am Dienstag von zwei weiteren Bewohnern des Landkreises berichtet, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind. Die Zahl der registrierten Corona-Toten im Kreisgebiet steigt damit auf 41.

Den Informationen der Kreisbehörde zufolge handelt es sich bei den beiden jüngst Verstorbenen, die positiv auf Corona getestet waren, zum einen um eine 82-jährige Frau mit erheblichen Vorerkrankungen. Sie lebte im Seniorenheim Phönix in Dettelbach. Mit ihr sind 19 mit Corona infizierte Bewohner des Heims gestorben. Der zweite Verstorbene ist ein 95-jähriger Mann, der im häuslichen Umfeld verstarb, teilt das Landratsamt mit.

Kein einheitliches Vorgehen in der Region

Der Landkreis Kitzingen plant aktuell nicht, kostenlose Corona-Schnelltests anzubieten. Dies ergab eine Nachfrage dieser Redaktion beim Landratsamt. Hintergrund der Anfrage ist eine Ankündigung des Landratsamtes Würzburg, wonach der Nachbarlandkreis seinen Bewohnern in den Teststellen in der Franz-Oberthür-Schule Würzburg, in Ochsenfurt und Bergtheim ab sofort kostenlose Antigen-Schnelltests anbietet.  Damit steht der Landkreis Würzburg nicht alleine dar. So bietet beispielsweise der Landkreis Haßberge seit kurz vor Weihnachten kostenlose Schnelltests in Haßfurt und Ebern für diejenigen an, die einen Besuch von Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen angemeldet haben.

Es gibt also keinen einheitlichen Umgang mit dem Zugang zu kostenlosen Schnelltests in der Region. Im Landkreis Kitzingen bietet, wie berichtet, das Rote Kreuz solche Tests, deren Ergebnis in etwa 20 Minuten vorliegen, zu festen Zeiten in Kitzingen an. Pro Test, die nur nach Anmeldung erfolgen, werden hierfür 24,90 Euro fällig. Doch das Landratsamt Kitzingen hat eigenen Angaben nach die Regierung von Unterfranken gebeten, zu klären, ob es nun gewünscht sei, bayernweit kostenfreie Schnelltests anzubieten, und wer dies finanzieren soll.

Aktuell, so das Landratsamt, stehe jedem Kreisbewohner die Möglichkeit offen, sich in der Teststrecke in Albertshofen einem kostenlosen PCR-Test zu unterziehen. Dessen Ergebnis liegt zwar nicht so rasch vor wie der eines Schnelltests. Doch in der Regel habe der Getestete sein Ergebnis nach 24 Stunden.

Kostenlose Schnelltests vor Weihnachten

Das Landratsamt, heißt es in der Antwort weiter, habe ab dem 15. Dezember als erster Landkreis in der Region die Pflege- und Seniorenheime bei der Durchführung der Schnelltests unterstützt und vor Weihnachten umfangreiche kostenlose Schnelltests für Bürger angeboten. Dieser Service sei hervorragend angenommen worden – "auch von Bürgern außerhalb unseres Landkreises", stellt das Landratsamt fest. Seinerzeit konnten mobile Impfteams die Schnelltests durchführen, die damals wegen fehlenden Impfstoffs für ihre eigentliche Aufgabe nicht eingesetzt werden konnten.

Dies sei aktuell nicht mehr der Fall, berichtet die Behörde. Darüber hinaus habe der Landkreis die eingetroffenen Schnelltest-Lieferungen nahezu vollständig an die Senioreneinrichtungen weitergeleitet, für die wichtigen und vorgeschriebenen Tests des dortigen Personals.

Aktuelle Corona-Zahlen

Am Dienstag (Stand: 12 Uhr) betrug die Zahl der registrierten Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen seit Beginn der Pandemie 1601 (Vortag: 1585). Von diesen gelten 1404 (1396) Infizierte als gesundet. 156 (150) Menschen sind akut an Corona erkrankt (Indexfälle). 41 (39) Menschen sind mit oder an Corona gestorben. 97 (121) Bewohner des Landkreises befinden sich sind als Kontaktpersonen 1 aktuell in Quarantäne.
Quelle: Landratsamt