Das Landratsamt Kitzingen hat am Donnerstagmittag aktuell 99 Corona-Infizierte im Landkreis vermeldet, die sich in Quarantäne befinden, darunter 14 Neuinfizierte. 59 davon fallen in den Zeitraum ab dem 11. Februar, die Grundlage zur Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind. Das RKI nennt für Donnerstag einen Inzidenzwert von 51,6 für den Kreis Kitzingen, den an diesem Tag nach dem Landkreis Rhön-Grabfeld (Inzidenz 54,0) höchsten Wert in Unterfranken. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, dessen Angaben sich durch unterschiedliche Meldewege von denen des RKI unterscheiden, hat am Donnerstag für Kitzingen mit 66,9 sogar den unterfrankenweit höchsten Inzidenzwert vermeldet.

Langsam aber stetig steigen nach Angaben des Landratsamtes Kitzingen die Impfstoffmengen. Ende Februar zum Beispiel werden alle zur Impfung gemeldeten Bewohner von Senioreneinrichtungen – bis auf wenige Einzelfälle – ihre Erst- und Zweitimpfung erhalten haben, heißt es in einer Pressemitteilung unter Berufung auf das Bayerische Rote Kreuz, das über mobile Impfteams die Impfung in den Senioreneinrichtungen durchführt. Gab es bisher maximal 600 Impfdosen pro Woche, stieg die Zahl in dieser Woche auf etwa 1600. Für kommende Woche sind rund 1800 Impfdosen (immer Gesamtmenge für Erst- und Zweitimpfungen) angekündigt, so das Landratsamt.

Es gibt keine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff

Neben dem Impfstoff von Biontech wird im Landkreis Kitzingen bereits Impfstoff von Astrazeneca geimpft, ausschließlich an Personen unter 65 Jahren. Hier gibt es für alle unter 65-Jährigen auch keine Wahlmöglichkeit, berichtet das Landratsamt. Weiterhin dürften aktuell nur Personen der höchsten Priorisierung und darauffolgend dann maximal der Priorisierung 2 geimpft werden. Alle unter 65-Jährigen, die der Priorität 1 und 2 zugerechnet werden, sollten sich deshalb für eine Impfung registrieren. Gerade bei den unter 65-Jährigen der Gruppe mit hoher Priorität könne es sein, dass diese schon zeitnah eine Einladung erhalten.

Vor allem die Tatsache, dass über 80-Jährige den Impfstoff Astrazeneca bundesweit nicht bekommen dürfen, kann durch die automatische Terminvergabe von Bayimco dazu führen, dass wesentlich jüngere Bürger, die zum Beispiel der Priorität 2 angehören, bereits geimpft werden und ältere Mitbürger noch auf einen Termin warten, klärt das Landratsamt auf.

Über 11 500 Personen haben sich bereits im Landkreis Kitzingen über das einheitliche Programm Bayimco für eine Impfung registriert. Es schadet laut Landratsamt generell nicht, sich bereits jetzt zu melden. Das Impfprogramm priorisiert die Terminvergabe anhand der eingegebenen Daten und generiert automatisch eine Einladung, sobald die betreffende Person an der Reihe ist. Mittlerweile können sich auch bis zu fünf Menschen über eine E-Mail-Adresse registrieren. Dies hatte zu Beginn der Einführung von Bayimco für Diskussionen gesorgt, wurde mittlerweile aber bayernweit nachgebessert.

Registrierung für eine Impfung: Vorranging online unter impfzentren.bayern ; telefonisch: Impfzentrum an der Klinik Kitzinger Land, Tel.: (09321) 7041818, Impfzentrum des BRK in den Marshall Heights, Tel.: (0800) 8123000, Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Tel.: 116117.

Schul- und KIta-Öffnung: Zusätzliches Testangebot

Um die Öffnungen der Schulen und Kindertageseinrichtungen in der kommenden Woche zu begleiten, hat der Ministerrat entschieden, freiwillige Reihentestungen für das Personal und Schüler anzubieten. Schulen und Kindertageseinrichtungen organisieren die Termine vorrangig selbst über niedergelassene Ärzte, die sich zu Reihentestungen bereiterklärt haben. Darüber hinaus sollen örtliche Teststrecken vorübergehend ein Angebot insbesondere für Schüler schaffen, die in den Präsenzunterricht gehen.
Der Landkreis öffnet deshalb am Samstag, 20. Februar, die Teststrecke in Albertshofen zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten. Termine können online unter www.corona-test-kitzingen.de gebucht werden. Bei Bedarf wird das Landratsamt innerhalb kürzester Zeit weitere Testkapazitäten schaffen.
Quelle: Landratsamt