Nach gut einer Woche ohne weiteren Todesfall hat das Landratsamt Kitzingen am Donnerstag die 78. Corona-Tote gemeldet. Es handelt sich dabei den Angaben zufolge um eine 75-jährige Frau aus dem Landkreis Kitzingen, die sich mit Covid-19 infiziert hatte und die in der Uni-Klinik in Würzburg gestorben ist.

Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Landkreis summiert sich seit Beginn der Pandemie laut Landratsamt (Stand: 4. März, 13 Uhr) auf 2234. Tags zuvor lag die Zahl bei 2225. 91 der Infizierten gelten als akut erkrankt und befinden sich in Quarantäne. 112 Kreisbewohner sind als sogenannte Kontaktpersonen 1 registriert, hatten also engen Kontakt mit Infizierten, und befinden sich ebenfalls in Quarantäne.

Inzidenz: Zweithöchster Wert in Unterfranken

Der für die jüngst beschlossenen möglichen Lockerungen des Lockdowns maßgebliche Wert der Sieben-Tage-Inzidenz, den das Robert-Koch-Institut (RKI) täglich bekannt gibt, lag am Donnerstag bei 60,3. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit kam am Donnerstag auf den gleichen Inzidenzwert. Außer dem Landkreis Kitzingen lag damit in Unterfranken allein Aschaffenburg-Stadt mit einer – jedoch nochmals deutlich höheren – Inzidenz von 101,4 über der 60er Marke. Der Nachbarlandkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim erreichte 63,4.

Um den Inzidenzwert zu ermitteln, zieht das RKI die Fallzahlen der zurückliegenden sieben abgeschlossene Tage heran. Diese verteilen sich laut Landratsamt im Landkreis Kitzingen wie folgt: 25. Februar: zwölf Fälle; 26. Februar: elf; 27. Februar: elf; 28. Februar: zwei; 1. März: ein Fall; 2. März: sieben Fälle; 3. März: acht. 

Entwicklung in Wiesentheid sticht heraus

Die vom Landratsamt erfasste Zahl der akut Infizierten umfasst dagegen alle positiv Getesteten der vergangenen zwei Wochen, also den Zeitraum, den ein Infizierter in Quarantäne verbringen muss, bevor er sich freitesten kann. Beim Blick darauf, wie sich die in dieser Statistik erfassten 91 Menschen auf die 31 Städte und Gemeinden des Landkreises verteilen (siehe Karte), fällt auf, dass von diesen neun momentan keinen aktiven Corona-Fall haben: Buchbrunn und Segnitz, die beide mindestens seit Ende Januar keinen Corona-Fall mehr hatten, Nordheim, Castell und Marktsteft, die alle mindestens seit zwei Wochen coronafrei sind, sowie Sommerach, Seinsheim, Prichsenstadt und Wiesentheid. Besonders erfreulich ist die Entwicklung in Wiesentheid, wo vor zwei Wochen noch zehn aktive Corona-Fälle verzeichnet waren.

Verglichen mit dem Stand vom 19. Februar – die Gesamtzahl lag damals nahezu konstant bei 93 – ist die Zahl der akut Infizierten vor allem in Dettelbach deutlich gestiegen, von einem Fall auf acht Fälle. In Großlangheim stieg die Zahl von zwei auf acht Fälle, in Mainstockheim von null auf drei, ebenso in Rödelsee, sowie in Volkach und Mainbernheim jeweils von zwei auf fünf. In Kitzingen sank die Zahl im gleichen Zeitraum von 43 auf 35.