Rasant verbreitet sich das Coronavirus in der Pflegeeinrichtung St. Elisabeth in Kitzingen. Drei Wochen nach Ausbruch der Krankheit in dem Caritas-Seniorenheim sind 14 Bewohner mit Covid-19 gestorben. Am Donnerstag hatte das Landratsamt den Tod eines 89-jährigen Bewohners vermeldet.

Nach Auskunft von Caritas-Sprecher Kilian Martin sind zurzeit 15 Heimbewohner an Corona erkrankt und auf der Pandemiestation, die das Haus eingerichtet hat, isoliert (Stand: 18. Februar). Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter, die in häuslicher Quarantäne leben, hat sich auf 21 erhöht. Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Krankheit in St. Elisabeth 47 der 68 Bewohner infiziert.

Bald kommen die Zweitimpfungen

Seit 25. Januar kommen die mobilen Impfteams des BRK ins Heim. 43 Heimbewohner erhielten die Erstimpfung, einer die Zweitimpfung. Für die anderen steht die zweite Impfung in den kommenden Tagen an. Von den Mitarbeitern sind 35 erstmals geimpft. Elf haben die zweite Spritze erhalten. Nach Aussagen von Experten tritt eine Woche nach der zweiten Dosis beim derzeit gängigen Impfstoff von Biontech/Pfizer der vollständige Impfschutz gegen Corona ein. 

Am vergangenen Sonntag beendeten  Hilfskräfte des BRK  ihre Arbeit im Seniorenheim. Ihre Mitarbeit war notwendig, nachdem das verbliebene Personal durch die Krankheitsfälle überlastet war.  Am Freitag, 19. Februar, verlassen drei weitere externe Freiwillige vom Team Bayern das Haus. Sie arbeiteten nicht in der Pflege, halfen aber in der Logistik, beim Desinfizieren und bei Arbeiten im Haus, berichtet Pressesprecher Martin. 

Die dramatische Entwicklung der Corona-Fälle in St. Elisabeth vollzog sich innerhalb von drei Wochen.  Am 25. Januar wurde ein Mitarbeiter positiv auf Corona getestet, am 28. Januar waren es drei. Am 1. Februar starb der erste Bewohner mit Corona. Am 3. Februar waren schon 29 Bewohner und sechs Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Seither hat die Krankheit 14 Todesopfer gefordert.