Die Zeit, in der der Landkreis Kitzingen als bundesweiter Spitzenreiter einen Inzidenzwert von unter 10 vermelden konnte, ist vorbei. Die Corona-Fallzahlen steigen und steigen. Noch meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) als maßgebliche Einrichtung einen Wert von 19,7. Doch der Landkreis hat seine aktuellen Fallzahlen selbst hochgerechnet und kommt bereits auf 34,1 (Stand: Mittwochmittag).

Was bedeutet es für Handel, Schulen, Gastronomie und persönliche Kontakte im Landkreis Kitzingen, wenn die Zahlen weiter steigen? Der Einzelhandel kann sich darauf einstellen, diese Woche geöffnet zu bleiben. Erst wenn der Landkreis mehrere Tage lang einen Inzidenzwert von über 50 aufweist, kommt die Rückkehr zum Termin-Shopping. Sprich: Einkaufen geht dann nur noch nach vorheriger Anmeldung.

Eltern und Schüler erfahren am Freitag mehr

Die Schulen werden am Freitag von der Kreisbehörde erfahren, wie es nächste Woche weitergeht. Es ist dann die letzte Woche vor den Schulferien; deshalb ist die Hoffnung groß, dass die Schulhäuser kommende Woche noch geöffnet bleiben dürfen.

Ab Montag, 22. März, wäre der nächste Lockerungsschritt fällig, den Bund und Länder ins Auge gefasst hatten: eine Öffnung der Außengastronomie. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen Gäste ohne Anmeldung im Freien sitzen. Eine Inzidenz zwischen 50 und 100 erfordert eine Anmeldung. Dafür ist jeweils ein negatives Testergebnis zwingend.

Private Kontakte  zwischen maximal zehn Personen (Kinder bis 14 Jahre zählen nicht) aus drei Haushalten bleiben erlaubt, bis die Indizidenz laut RKI über 35 steigt. Kontaktfreier Sport im Freien bleibt für maximal zehn Personen erlaubt bis zu einem Inzidenzwert von 50.

Die aktuellen Corona-Zahlen

Die Corona-Lage: Die offizielle Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Kitzingen liegt laut RKI bei 19,7 (Stand: Mittwochmittag). Dieser Wert ist für die Lockerungsmaßnahmen entscheidend. Sechs der 14 neuen Krankheitsfälle vom Dienstag und weitere vom Mittwoch sind laut Landratsamt zwei Familien zuzuordnen, die untereinander Kontakt hatten.

Eine Klasse von Grundschule und Hort Volkach hat zwei coronapositive Schüler mit Verdacht auf eine Virusmutation. 18 Kontaktpersonen werden am Donnerstag auf der Teststrecke Albertshofen getestet.

Die meisten Fälle der momentan 38 positiv Getesteten im Landkreis Kitzingen gibt es derzeit in Kitzingen (zehn), Volkach (acht), Albertshofen (vier) und Mainbernheim (vier).

Eine 91 Jahre alte Frau ist mit einem positiven Corona-Test verstorben. Sie hatte schwere Vorerkrankungen. Sie ist der 80. Todesfall im Landkreis mit einer Corona-Erkrankung.

Seit Ausbruch der Pandemie verzeichnet der Landkreis somit 2269 bestätigte Corona-Fälle. Davon sind 2151 Personen wieder gesund, 38 aktuell erkrankt, 80 Patienten gestorben, 28 Landkreis-Bürger als Kontaktpersonen in Quarantäne.