Nachdem der Fahrer eines vollbesetzten Reisebusses bereits fast zehn Stunde am Steuer saß, haben sich mehrere Fahrgäste am Samstagnachmittag Sorgen gemacht und die Polizei verständigt. Bei der Kontrolle wurde dann festgestellt, dass der Fahrzeugführer mit zwei verschiedenen Fahrerkarten gefahren ist und bereits viel zu lange am Steuer gesessen hatte.
Der Bus war am Samstag , gegen 6 Uhr, aus dem Raum Düsseldorf mit dem Reiseziel Gardasee abgefahren. Bereits zu diesem Zeitpunkt fragten sich einige der Fahrgäste, warum nur ein einziger Fahrer im Bus war. Während der Fahrt machte dieser dann auch noch einen völlig übermüdeten Eindruck. Da gegen 15.30 Uhr, nach fast zehn Stunden ohne Pause, immer noch gut 600 Kilometer vor der Reisegruppe lagen, war einem Fahrgast dann das Risiko zu hoch und der 50-Jährige verständigte die Polizei. Wie sich herausstellte, waren die Sorgen des Mannes berechtigt.
Die Beamten stellten fest, dass der 53-Jährige tatsächlich übermüdet war und zudem die Aufzeichnungen seines Fahrtschreibers manipuliert hatte. Um seine Verstöße gegen die Lenkzeiten zu vertuschen hatte er neben seiner eigenen Fahrerkarte auch noch die Karte eines zweiten Fahrers benutzt, der jedoch gar nicht mit im Bus war.
Dem Mann wurde von den Beamten eine 24-stündige Zwangspause verordnet, außerdem musste sein Chef einen Ersatzfahrer schicken, der den Bus dann nach Italien fuhr. Sowohl gegen den Fahrer als auch gegen den Verantwortlichen des Busunternehmens wird nun wegen Fälschung beweiserheblicher Daten und verschiedener Verstöße gegen die Lenkzeiten ermittelt.