Das ist nicht alltäglich im Bundeswehrstandort Volkach. Bei einer Gelöbnisfeier von 32 Soldaten war der General Jürgen Weigt von der Streitkräftebasis persönlich vor Ort, um die Laudatio für junge Soldaten zu halten, die gerade ihre erste militärische Prüfung hinter sich hatten. Er nannte sie "meine jungen Kameraden" und wies auf die hohe Bedeutung dieses Tages für ihr weiteres Leben hin. Der Eintritt in die "soldatische Gemeinschaft" sei wie eine Aufnahme in eine Familie, was aber keinesfalls einem "Hotel Mama mit all Inclusive ähnelt", mahnte er.

Bürgermeister Peter Kornell, für den es die letzte Teilnahme an einer Gelöbnisfeier war, betonte die Notwendigkeit der Wehrhaftigkeit , "was in letzter Zeit immer öfter vor Augen geführt wird." Hierauf ging auch der Kommandeur Frank Dannenberg ein: "Frieden und Freiheit in Europa sind nicht selbstverständlich. Der Baum des Friedens muß weiter gegossen werden, damit er weiterwächst und auch stürmische Zeiten überlebt." Was den Chef am Standort am meisten freute, war, dass die Eltern und Angehörige der jungen Soldaten von oftmals sehr weit angereist waren. Den weitesten Weg hatte wohl ein Ehepaar mit dem Wohnsitz in Thailand, das die Tochter nach der Vereidigung glücklich in die Arme nahm.