Zum letzten Mal in ihrer Amtszeit lud die Segnitzer Bürgermeisterin Marlene Bauer am vergangenen Donnerstagabend zur alljährlichen Bürgerversammlung ins Schützenhaus. Rund 70 der gut 800 Einwohner folgten Bauers Einladung, die bei der Kommunalwahl im März aus Altersgründen nicht mehr antritt.

Zunächst wurden die Bürger detailliert über die Zahlen der Gemeinde aus dem vergangenen Jahr informiert. Hier fielen besonders die hohen Schulden im Vergleich zu den vorigen Jahren auf, jedoch lassen sich diese mit der Dorferneuerung erklären, die 2019 realisiert wurde. Parallel zum Straßenbelag wurden auch die Wasseranschlüsse und Gasleitungen erneuert. Und nach Absprache mit den anliegenden Hauseigentümern wurde noch Glasfaser für schnelleres Internet verlegt. Bei den Aufgrabungen hierfür fand man Teile der alten Stadtmauer.

Manche Straßen, wie die Brückengasse, sind so schmal, dass dort keine großen Maschinen eingesetzt werden konnten und vieles händisch erledigt werden musste, was die Kosten in die Höhe trieb. Laut Bauer wollte die Gemeinde weitere Straßenabschnitte sanieren, doch dies kam zu teuer und muss nun in den folgenden Jahren geschehen.

An der Mainstraße wurden nach Fertigstellung der Parkplätze Silberlinden gepflanzt. Des Weiteren wurden im Ort so viele Parkflächen wie möglich geschaffen. Durch die verkehrsberuhigte Zone, die sich nun durch den Ort zieht, sei es erheblich ruhiger geworden, was auch die Anwohner freue, wie die Bürgermeisterin erklärte.

Ein zweites großes Projekt wurde 2019 nahezu fertiggestellt: das Dorfgemeinschaftshaus. Hier sollen in Zukunft Versammlungen und Vorträge stattfinden, außerdem können die Bürger die Räume mieten. Das einzige, was noch fertiggestellt werden muss, ist die Küche. Die Außenanlagen werden im Februar bepflanzt. Diese beiden Großprojekte wurden mit zahlreichen Bilder dokumentiert.

Die Verbindung zwischen Segnitz und Sulzfeld sei laut der Segnitzer Bürgermeisterin aufgrund des neuen Kulturweges, der am 1. Mai 2019 eingeweiht wurde, intensiver geworden. Nun fehle nur noch eine gute Verbindungsstraße zwischen den beiden Gemeinden. Doch eine Genehmigung für die Sanierung der Staatsstraße 2270 zu bekommen, sei immer aussichtsloser. Im Moment müsse die Population der Haselmaus geprüft werden.

Zum Schluss blickte die Bürgermeisterin noch voraus: In diesem Jahr steht neben den Kommunalwahlen auch eine Teil-Renovierung des Dorfarchivs an, das mehr Platz benötigt. Außerdem sollen im Zuge der Dorferneuerung noch Brunnen errichtet und die Ortsdurchfahrt begrünt werden.