Als Novum lud Markt Einersheims Bürgermeister Herbert Volkamer anstelle einer Bürgerversammlung im Rathaus zu einem Rundgang durch das Dorf ein. An den einzelnen Stationen machte Volkamer die Teilnehmenden mit den Zielsetzungen und Investitionen vertraut, mit denen die Marktgemeinde Modernisierungen und Neuerungen vorantreibt.

Das Würzburger Tor wird demzufolge zu einem Informationszentrum ausgebaut. Nach einer Machbarkeitsstudie liefen 107 040 Euro an Ausgaben auf, die mit Mitteln aus Leader und der Regierung von Unterfranken bezuschusst wurden. Der Gemeindeanteil belief sich letztlich auf 59 131 Euro.

Spende auch vom Ehrenbürger Knauf

Bei der Sanierung des Anwesens Marktplatz 1 konnten die berechneten Kosten von 538 686 Euro durch die Förderung des Amtes für Ländliche Entwicklung mit 394 600 Euro, des Bezirkes mit 3200 Euro sowie einer Spende von Ehrenbürger Nikolaus Knauf mit 50 000 Euro deutlich in Grenzen gehalten werden; die Förderung der bayerischen Landesstiftung in Höhe von 60 000 Euro ist noch nicht bewilligt. Obwohl noch Gewerke ausstehen, könnten die Schätzkosten unterschritten werden.

Die Neugestaltung der Bahnhofstraße wurde abgeschlossen und für den Bauhof ein Pflegeplan erstellt. Die Kosten beliefen sich auf 26 524 Euro. Auf rund 1 000 000 Euro ist die Erweiterung der Kindertagesstätte Zum guten Hirten veranschlagt. Nach Abzug von Fördermitteln hat die Gemeindekasse bei einem Pflichtteil von 270 554 Euro noch 427 772 Euro zu stemmen.

Erst kürzlich war der Terroir f-Punkt "Wein und Adel" am Vogelsang-Balkon mit Gesamtkosten von 40 147 Euro eingeweiht und mit 16 068 Euro gefördert worden. Bei einer Dachsanierung des Feuerwehrhauses fielen Kosten von 14 852 Euro an.

Negative Bilanz der Badesaison

Eine eher negative Bilanz zog das Ortsoberhaupt bei der Badesaison 2020 mit nur 65 Öffnungstagen (Vorjahr: 105). Die Zahl der Besucher blieb unter 10 000 (21 947) und damit die Einnahmen mit 18 113 Euro (34 495 Euro) weit hinter den Erwartungen zurück, zumal Ausgaben von 49 886 Euro (65 419 Euro) anfielen.

Wie Volkamer weiter wissen ließ, wurde der Schlossweg für 22 000 Euro saniert und Klärschlamm für 70 000 Euro entsorgt.