Die am 14. Juli in der Zeitung erschienene Stellungnahme der Schriftführerin des Fördervereins der Grundschule Kleinlangheim zum Thema "Luftfilter für die Schulen" stieß Bürgermeisterin Gerlinde Stier sauer auf. In der Ratssitzung am Dienstagabend im VfL-Sportheim ging sie auf verschiedene Aussagen ein und betonte, dass es sich um die private Meinung einer Bürgerin handle und die Ausstattung der Schulgebäude Aufgabe des Schulverbandes sei.

Bereits im November 2020 habe sich der Verband mit dem Thema befasst und um Förderung bemüht, "damals wurden Luftfilter nur dann gefördert, wenn die Fenster in den Klassenzimmern nicht geöffnet werden konnten, diese Voraussetzung haben wir nicht erfüllt". Auf eigene Kosten und mit Unterstützung eines Sponsors wurden die Klassenzimmer in den Schulen in Groß-und Kleinlangheim mit CO2-Warnmessgeräten zum Schutz der Kinder ausgestattet, "die Schulschließungen hingen nicht vom Vorhandensein von Luftfiltern ab, sondern wurden von der Landesregierung angeordnet". Als "Diffamierung" bezeichnete die Bürgermeisterin die Behauptung, dass den Gemeinden Groß- und Kleinlangheim Parkplätze und andere Baumaßnahmen wichtiger als Kinder seien "und darüber hat sich auch der Großlangheimer Bürgermeister Peter Sterk sehr geärgert, denn die Gesundheit und die Bildung unserer Kinder hat bei uns höchste Priorität".

Kritik: Keine Wertschätzung

Die gleiche Anfrage nach Luftfiltern sei auch von der Tochter der Artikelverfasserin am 21. Juni gestellt worden "und ihr wurde der Sachverhalt erklärt und mitgeteilt, dass das Thema Luftfilter vom Schulverband in der nächsten Sitzung behandelt wird". Für das neue Förderprogramm sind erst seit 16. Juli die Förderrichtlinien bekannt "und es wird eine Förderung von 1765 Euro pro Klassenzimmer gewährt". Im Schulverband gibt es nach Aussage der Bürgermeisterin inklusive Mittagsbetreuung mindestens 14 Räume. Sie bedauerte, dass im Artikel keine Wertschätzung für die enormen Leistungen gezeigt wird, "welche Lehrerschaft, Eltern und Verantwortliche unternommen haben, um Schaden von Kindern in der schweren Coronazeit abzuwenden, sondern mit Halbwahrheiten Stimmung gemacht wird".