Da mehrere Referenten zu verschiedenen Themen erwartet wurden, wurde die Sitzung des Martinsheimer Gemeinderates kurzfristig in die Turnhalle der Grundschule verlegt. Dort ging es dann am Montagabend unter anderem um Photovoltaik-Freiflächenanlagen und die Baugebiete in Gnötzheim, Martinsheim und Enheim.

Für die Photovoltaik-Anlagen "Fuchsloch" und "Rossgraben" wurde die 7. Änderung des Flächennutzungsplanes gestartet. Die Verwaltung soll den Plan für eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und Träger öffentlicher Belange auslegen. Dies soll auch für die beiden vorhabenbezogenen Bebauungspläne durchgeführt werden.

In beiden Gebieten muss auf Bodendenkmäler geprüft werden

Die "Photovoltaik Fuchsloch" soll in der Gemarkung Gnötzheim östlich der Autobahn A7 nahe dem Rastplatz "Fuchsloch" entstehen. Sie soll rund 20 Hektar umfassen, erklärte Herr Ettwein vom Büro Klärle. Bei der Autobahnauffahrt zur A7 in der Gemarkung Enheim soll die "Photovoltaik Rossgraben" entstehen. Rund 17 Hektar beträgt die Fläche hier. In beiden Gebieten gibt es Verdachtsfälle von Bodendenkmälern, die noch geprüft werden müssen.

Rainer Kleedörfer von N-Ergie stellte für den Solarpark "Hammermühle" in der Gemarkung Seinsheim/Wässerndorf die Bürgerbeteiligung via Schwarmfinanzierung (Crowdfunding) vor. Hierfür werden von dem Unternehmen mehrere Photovoltaik-Freiflächenanlagen zusammengefasst, die ohne EEG-Vergütung errichtet wurden oder in Kürze errichtet werden. Als Nachbargemeinde erhalten auch Bürger aus Martinsheim und Ortsteilen die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Ab Mittwoch, 18. November, ist die Internetseite www.n-ergie.de/buergersolar mit weiteren Informationen freigeschaltet.

Für Gnötzheimer Baugebiet soll ein Emissionsgutachten in Auftrag gegeben werden

Ein Emissionsgutachten soll für das Baugebiet in Gnötzheim in Auftrag gegeben werden, nachdem dies von verschiedenen Trägern öffentlicher Belange wegen eines bestehenden landwirtschaftlichen Betriebes im Süden empfohlen wurde. Um dadurch nicht zu viel Zeit zu verlieren, soll das Büro Horn aber bereits mit den Vorbereitungen für die Ausschreibung der Erschließung beginnen. Für die Baugebiete in Enheim und Martinsheim wurde die Anschaffung von LED-Straßenlampen beschlossen. Die Kosten betragen rund 12 000 Euro beziehungsweise 15 000 Euro.

Der Kindergarten soll für rund 4600 Euro ein Sonnensegel für den Sandkasten vor dem Gebäude erhalten. Für den Erweiterungsbau am Kindergarten hofft Bürgermeister Rainer Ott, noch in diesem Jahr die Pläne im Rat zu besprechen, möglicherweise in einer Sondersitzung.

Genehmigt wurde vom Rat der Anbau eines Lagerraums in der Sichelwiese in Martinsheim, ebenso die Erweiterung einer bestehenden Lagerhalle im Außenbereich von Gnötzheim. Des weiteren wurde auch der Erweiterung der Siloanlage der Firma Schwäbische Landprodukte im Werk Gnötzheim um drei Silos zugestimmt.

Vorschaubild: © Symbolbild Jens Büttner