Das Ergebnis ist eindeutig: Die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer einer Bürgerbefragung in Buchbrunn hat sich für eine Verbesserung der Nahversorgung ausgesprochen.

Wie Wilhelm Erhard vom Arbeitskreis Dorfladen/Dorferneuerung mitteilt, stimmten 92 Prozent der Befragten der Einrichtung eines Dorfladens zu. Ein Ergebnis, das durchaus repräsentativ ist, nahmen an der vom Institut für Nahversorgung „New Way“ (Starnberg) veranstalteten Erhebung immerhin 60 Prozent der Buchbrunner Haushalte teil.

Die Antworten kamen zu 51 Prozent aus dem Altdorf, zu 49 Prozent von den übrigen Dorfbewohnern. Nach Altersgruppen aufgeteilt kamen 31 Prozent der ausgefüllten Fragebögen von der Altersgruppe der 50 bis 64-Jährigen und 29 Prozent von den über 65-jährigen Bürgern. Jeweils mit circa 20 Prozent beteiligten sich die Altersgruppen 40 bis 49 und 25 bis 39 Jahre. Das Interesse der letzteren Altersgruppe übersteigt in Buchbrunn deutlich die andernorts üblichen Ergebnisse, was im Arbeitskreis als positives Zeichen für die Dorfgemeinschaft gewertet wird.

Von den Teilnehmern der Befragung sind 16 Prozent dringend auf einen Dorfladen angewiesen, 76 Prozent würden mindestens einmal in der Woche dort einkaufen. Mit dem daraus zu erwarteten Umsatz könne ein Dorfladen gut schwarze Zahlen schreiben, meinte Wolfgang Gröll von „New Way“.

Bei der Frage nach dem möglichen Standort eines Dorfladens sprachen sich 26,3 Prozent für den Standort im Altdorf aus. Vor allem Bewohner des Altdorfs (33,2 Prozent) waren für die Umgebung der Bushaltestelle.

Bei den Erwartungen, die sich mit einem Dorfladen verbinden, standen ein günstiges Preisniveau und die Möglichkeit, den Laden zu Fuß zu erreichen, mit je 67 Prozent an der Spitze, dicht gefolgt vom Interesse an regionalen Produkten. Als bevorzugte Einkaufzeiten waren vormittags und nachmittags gewünscht, dazu sprachen sich 25 Prozent für sehr frühe Öffnungszeiten aus. Bei weiteren Service-Wünschen stand eine Postverkaufsstelle im Dorfladen an erster Stelle, gefolgt von Bankautomat und Lottoannahme, Reinigungsannahme sowie Hol- oder Bringservice.

Bereitschaft zur persönlichen Mitarbeit in unterschiedlicher Intensität zeigten zwei Drittel der Befragten. 51 Prozent ließen erkennen, Teilnehmeranteile zeichnen zu wollen. Das lässt laut Wolfgang Gröll einen finanziellen Grundstock von 22 000 bis 49 000 Euro erwarten. Dies sei „ein guter Wert“, der es ermögliche, gleich in die Gründungsphase einzutreten.

Als nächste Schritte werden nun Planungen konkretisiert und Finanzierungswege geklärt werden müssen. Der Arbeitskreis bereitet für den Herbst 2012 die Gründungsveranstaltung vor, zu der alle Buchbrunner eingeladen werden. Bis dahin wird noch über die Rechtsform und die Höhe des Anteilswertes entschieden.