Das Dorfgemeinschaftshaus in Buchbrunn wurde am Freitag gesegnet und eingeweiht. Bürgermeister Hermann Queck erinnerte, wie Architekt Martin Zeltner zunächst einen Anbau an die Gemeindescheune vorstellte. Als es alternativ um das Bürgerhaus ging, lagen die Projektkosten bei 890 000 Euro. Er habe aufatmen können, als das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) die aus der Dorferneuerung noch verfügbaren Mittel von 200 000 Euro auf 498 000 Euro aufstockte.

Schon der alte Gemeinderaum sei für das Dorf ohne Gasthaus wichtig gewesen. Davon wurde auch die Planung mit einer leistungsfähigen Küche, hellen Räumen und modernen Toiletten beeinflusst. Zeltner habe viele Wünsche aufgenommen, bis der Gemeinderat in der letzten Wahlperiode Weichen stellte. In der Folge war auch der neue Gemeinderat immer wieder eingebunden. Die Teilnehmergemeinschaft habe mit Beschlüssen unterstützt, damit das ALE umsetzen konnte.

Raum für Begegnungen

Zeltner dankte Bürgermeister und Gemeinderat für die Zusammenarbeit, ebenso für die Hilfe durch den Bauhof. Pfarrerin Doris Bromberger und Vikar Nicolas Kehl stellten das Haus unter den Segen Gottes. Bromberger zeigte sich froh und dankbar, dass das Dorf wieder Räumlichkeiten habe und kirchliche Veranstaltungen nicht mehr ausweichen müssten. Die Renovierung sei wichtig, denn vieles sei in die Jahre gekommen gewesen. Nun könnten sich ältere Menschen wieder barrierefrei begegnen, Feiern könnten hier stattfinden.

Landrätin Tamara Bischof gratulierte zur gelungenen Sanierung eines bedeutsamen Baudenkmals mit vielen Vornutzungen. Der Gemeinderat habe hier Entscheidungen für die ganze Bevölkerung getroffen und vorbildlich im Sinne des Klimaschutzes gehandelt.

Neubauten seien in einem Ort von besonderem Wert, bemerkte Jürgen Eisentraut als Leitender Baudirektor des ALE und nannte als weiteres Beispiel die in Bau befindliche Tagesbetreuung. Die funktionierende Gemeinschaft stärke das Dorf für die Zukunft. Die gesamte Dorferneuerung in Buchbrunn könne schon jetzt als Erfolg gewertet werden, auch durch die erfolgte Verdichtung im Ort.

Weinprinzessin Lena hatte selbst Veranstaltungen wie Kindergottesdienste im Haus erlebt. Sie rief dazu auf, das Gemeinschaftshaus nun intensiv zu nutzen. Mit der neuen Küche und der modernen Ausstattung seien alle Möglichkeiten gegeben.