Vor einem Jahr gab es einen großen Wechsel im Vorstand des Michelfelder Obst- und Gartenbauvereins: Nach 18 Jahren an der Spitze legten Karolina Fries, wie auch die anderen Vorstandsmitglieder, aus Altersgründen ihre Mandate nieder. Eine jüngere Führungsriege um Michael Kraft wurde gewählt und legte am Dienstagabend erstmals Rechenschaft ab. Und erhielt dafür großes Lob von Fries: „Ihr habt Eure Sache gut gemacht“ sagte sie unter Beifall der Versammlung.

Nicht kopieren, aber an die Vorgänger anknüpfen und einen eigenen Stil finden, das wollte Michael Kraft, mit „seinen Mädels“: Vertreterin Marika Burggraf, Schriftführerin Manuela Wagner und Kassiererin Angelika Senft. Und das scheint gelungen, denn der Vorstand konnte von etlichen Aktivitäten berichten.

So konnte eine Marktstefter Gärtnerei gewonnen werden, die den Mitgliedern Rabatte beim Kauf gewährt. Erfolgreich verlief die Beteiligung am Marktstefter Weihnachtsmarkt, bei dem die Gärtler mit warmem Likör, Kürbissuppe und Grissini punkten konnten. Der Kreisverkehr am Ortseingang mit blühenden Blumen zu verschönern, scheiterte noch an der Jahreszeit: Fachleute rieten, dies erst im Frühjahr anzugehen, was in diesem Jahr dann auch erfolgen soll.

Rechtzeitig zur Versammlung fertig geworden ist eine weitere Idee des Vorsitzenden: Eine „Buchhaltestelle“. In der Bushaltestelle steht nun ein Bücherregal, in das Interessierte Bücher einstellen und auch entnehmen können. Ausgeschlossen sind Bücher mit pornografischem Inhalt oder rechtem Gedankengut. Kraft wird prüfen lassen, ob hier nicht auch eine Lampe mit Bewegungsmelder installiert werden kann.

Als gute Idee fanden die Mitglieder den Vorschlag von Richard Haack, im Einlauf des kleinen Sees eine Kneipp-Anlage zu errichten. Die geschätzten Kosten in Höhe von rund 5000 Euro könnten durch Eigenleistungen der Gemeinde und der Michelfelder reduziert werden. Zuschusszusagen von Bürgermeister Thomas Reichert gebe es auch, die örtlichen Vereine könnten dann den Rest tragen.

Neben der Gestaltung des Kreisels plant der Verein eine Fahrt zur Landesgartenschau nach Bayreuth und die Pflege des Lindenplatzes. Ärger löste die Anhebung des Beitrags des Landesverbands auf 3,50 Euro pro Mitglied aus. Bei einem Mitgliedsbeitrag im Verein von sechs Euro pro Jahr bleibe nicht mehr viel übrig. Wie Kassenwartin Angelika Senft ankündigte, sollte überlegt werden, den Beitrag anzuheben.

Kreisvorsitzender Karl Wolf verteidigte den Landesverband, der für die Ortsverbände auch einiges anbiete, eh er langjährige Mitglieder auszeichnete.

Seit 50 Jahren ist Otto Götz im Verein, Hermann Hösch und Erwin Röder sind seit 30 Jahren dabei, Annelore Senft seit 25 Jahren, Werner Schmitt seit 20 Jahren und Josef Ratzinger seit 15 Jahren.