Bruder Willibald Preller ist am Mittwoch in der Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach gestorben. Am 22. April feierte er noch seinen 90. Geburtstag. Als Schreiner und Allround-Handwerker machte er sich im Kloster in vielen Bereichen nützlich; auch in der Mission in Afrika.

Preller wurde 1925 in Unterleinleiter (Kreis Forchheim) geboren. Nach dem Besuch der Landwirtschaftsschule erlernte er von 1940 bis 1943 in Forchheim das Schreinerhandwerk. In Russland wurde er 1944 schwer verwundet, im Mai 1945 wurde er aus amerikanischer Gefangenschaft entlassen.

Im Oktober 1947 trat Johann Preller (Foto: Bruder Manuel Witt), wie er mit dem Taufnamen hieß, in die Abtei Münsterschwarzach ein. Im Kloster erhielt er den Ordensnamen Bruder Willibald. Am 7. Juni 1953 schloss er sich durch die Ewigen Gelübde der Ordensgemeinschaft auf Lebenszeit an. Von 1947 bis 1955 war Bruder Willibald in der Kloster-Schreinerei tätig.

1955 begann für Bruder Willibald ein neuer Lebensabschnitt. Er wurde als Missionar für Ndanda/Tansania (Ostafrika) bestimmt. Als Maurer, Schreiner, Zimmermann, Bauleiter und Gärtner wurde der Missionar zum Allrounder. Im Mai 1989 kehrte er aus gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurück. Aber auch in Münsterschwarzach setzte er sich nicht zur Ruhe. So war er viele Jahre an der Klosterpforte und als Postbote im Klosterbereich eingesetzt.

Das Requiem für Bruder Willibald ist am Montag, 31. August, um 14 Uhr in der Abteikirche, anschließend Beisetzung auf dem Klosterfriedhof.