Immer wieder geschieht es: Kleine Kindern verschwinden plötzlich, orientierungslose Senioren finden den Weg ins Altenheim nicht zurück, irgendwo auf der Welt zerstört ein Erdbeben eine gesamte Region, viele Häuser, ganze Städte versinken in Schutt und Asche, oder eine Lawine am Berg verschüttet Menschen. Hier greift man oftmals auf die Unterstützung von Helfern auf vier Pfoten zurück, die in unwegsamem Gelände nach den Vermissten suchen. Auch das BRK (Bayerisches Rotes Kreuz) Kitzingen hat seit 1997 eine Hundestaffel, die in eben solchen Bereichen eingesetzt wird.

Im Durchschnitt trainieren 15 bis 20 Hunde mit ihren Führern für den Ernstfall, der zwischen 5 und 15 Mal im Jahr eintritt. Die Rettungshundestaffel ist ein eigenverantwortlicher Arbeitskreis des BRK Kitzingen, hier werden Hunde zu Flächen- und Trümmerhunden ausgebildet.

Die Kitzinger Staffel trainiert Hunde in der Flächensuche, wobei sowohl die Auffindung einer gesuchten Person als auch die Freigabe eines Geländes das Ziel sind, und in der Trümmersuche. Hier war die Rettungshundestaffel Kitzingen schon bei verschiedenen Großeinsätzen wie zum Beispiel in Bad Reichenhall, aber auch bei Erdbeben im Iran, Algerien und der Türkei im Einsatz.

Das Ganze bedeutet natürlich sehr viel Arbeit mit dem Hund, welche die Mitglieder der Rettungshundestaffel allesamt ehrenamtlich aufbringen. Wöchentliche Trainingsstunden und Workshops an den Wochenenden und im Urlaub vervollkommnen die Ausbildung von Mensch und Hund. Da wird der Familienurlaub schon mal nach Paris verlegt, weil dort ein besonders gutes Trümmerfeld zur Suche vorhanden ist.

Natürlich muss das alles auch minutiös organisiert sein, bis vor Kurzem machten das noch Ann-Kathrin Döblinger und Stefanie Gurath, nun hat Tobias Graßinger mit Sandra Kleinschrod als Stellvetreterin dieses Amt übernommen, die sich neben ihrer Arbeit in der Freizeit der ehrenamtlichen Aufgabe widmen und so die Truppe zusammenhalten.