Vom 26. November bis 23. Dezember fand dieses Jahr der Amnesty International Briefmarathon statt, auch dieses Mal wieder unter Beteiligung der Schulfamilie des Gymnasiums Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid (LSH).

Bei dieser Aktion schreiben hunderttausende Bürger weltweit Millionen von Briefen, um ihre Solidarität mit Menschen auszudrücken, die in Gefahr sind und sie appellieren an Regierungen, die Menschenrechte zu achten. Am LSH haben das vor allem Schüler der 10. bis 12. Jahrgangsstufe im Rahmen des Sozialkundeunterrichts getan, indem sie insgesamt 324 Protestbriefe unterschrieben haben. Ein tolles Ergebnis, vor allem, wenn man bedenkt, dass in diese Zeit, coronabedingt, ein Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht gefallen ist.

Jedes Jahr stellt Amnesty International das Schicksal von zehn Menschenrechtsaktivisten in den Vordergrund, dieses Jahr beispielsweise das von Nassima al-Sada, die sich für Frauenrechte in Saudi-Arabien engagiert und aufgrund dessen inhaftiert ist. Während es für die Teilnehmer am Briefmarathon eine Kleinigkeit ist, Petitionen zu unterschreiben, sind diese für die Betroffenen nicht nur ein Hoffnungsschimmer, sondern auch eine Erinnerung daran, dass ihr Schicksal weltweit Aufmerksamkeit bekommt. Und der Erfolg des Briefmarathons ist immer wieder bemerkenswert: Unter dem massiven öffentlichen Druck durch die Petitionen sind schon Todesurteile revidiert und Menschenrechtsaktivisten wieder frei gekommen, das heißt, diese Briefe können Leben retten und das „nur“ mit Unterschriften, auch von Mitgliedern der LSH-Schulfamilie.

Von: Eva Burkard, Organisatorin des Amnesty Briefmarathons am Gymnasium Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid