Vernetzung der sozialen Akteure in Kitzingen und Umgebung, Projektarbeit und Ehrenamtsförderung war Hauptauftrag und das Programm von Sozialpädagogin Sabine Staab im Seelsorgeteam der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig im Kitzinger Land. Die inzwischen sehr gute Koordination und hohe Motivation der Ehrenamtlichen im sozialen Bereich sei – so Pfarrer Gerhard Spöckl – ein wesentliches Ergebnis der Arbeit von Staab, die nach drei Jahren jetzt eine andere Aufgabe übernimmt.

Anlass für die erste Projektstelle dieser Art in der Diözese Würzburg war, wie Pfarrer Spöckl berichtet, vor etwa dreieinhalb Jahren ein Beschluss des Pfarrgemeinderats, größere Aufmerksamkeit auf Menschen zu legen, die es aufgrund persönlicher Probleme sehr schwer haben, in der Gesellschaft ihren Platz und Existenzgrundlage zu finden. Die Diözese Würzburg wollte die soziale Komponente seelsorglichen Handelns im Sinne von Multiprofessionalität stärker fördern. So kam Sabine Staab in das Seelsorgeteam. Am 4. Advent wurde Frau Staab nach drei Jahren im Sonntagsgottesdienst verabschiedet. Eine gute Gelegenheit für eine Zwischenbilanz im Gespräch mit Sabine Staab und Pfarrer Gerhard Spöckl.

Diakonische Profil fördern

Es gehe darum, so Staab, das diakonische Profil zu fördern. Dies wird im Sinn vom Dienst am ganzen Menschen mit all seinen Dimensionen verstanden: sozial, materiell und geistlich. Zahlreiche öffentliche Stellen und Organisationen, beispielsweise Arbeiterwohlfahrt und Sozialdiensten von Caritas und Diakonie, den sogenannten "Sozialpaten" der Caritas, der Nachbarschaftshilfe "Eine Stunde Zeit" wie auch den Wohnviertelhelfern in den Gemeinden leisten hier ihren Beitrag.

Ein Meilenstein des Projektes ist das etablierte Vernetzungstreffen "Soziale Akteure Kitzingen". Durch Projektarbeit und pastorale Angebote und Aktivitäten ergaben sich viele konkrete Impulse und neue Motivation für viele engagierte Menschen. Das pastorale Kooperationsprojekt "Die sieben Werke der Barmherzigkeit. Theologie trifft Tat und Kunst" brachte Schule, Ehrenamtliche und Kooperationspartner zusammen.

Begleitung des Referats Gemeindeentwicklung

Bei religiösen Angeboten wie den "Abend+Plus-Gottesdiensten" können sich seit 2020 einmal im Monat verschiedene Ehrenamtsgruppen durch die Gestaltung mit ihren Anliegen und Engagement zusätzlich einbringen. Ab 2022 soll dieses Konzept auf den gesamten pastoralen Raum ausgedehnt werden.

Unter anderem mit der Begleitung des Referats "Gemeindeentwicklung" der Diözese Würzburg gelang es Staab, gestärkt durch ihren persönlichen christlichen Glauben, ein sehr breites und umfassendes soziales Netzwerk wachsen zu lassen. Dieses könne und müsse nun weiter wachsen, so Staab in ihrem Resümee. Insbesondere der Einsatz der Gläubigen und ehrenamtlich Tätigen für die Zukunft der Region Kitzingen bleibe ein wesentlicher Bestandteil christlichen Engagements und damit eine gelebte Taufberufung des Christen in der Welt von heute.