Zwei große Themen bleiben dem Biebelrieder Gemeinderat im neuen Jahr erhalten: der Neubau des Biebelrieder Feuerwehrhauses und die Tankstelle am westlichen Ortsrand von Biebelried. Das wurde bereits in der ersten Sitzung am Dienstagabend im Westheimer Rathaus deutlich.

In puncto Feuerwehrhaus drehte sich die Diskussion vorwiegend um dessen Zufahrt ab der Hauptstraße gen Süden. Der Knackpunkt: Wenn nur die Außenflächen des Feuerwehrhauses gemacht werden, ohne den Wirtschaftsweg dorthin auszubauen, gibt's keine Förderung. Die soll aber nicht verschenkt werden. Das bedeutet, der bestehende Wirtschaftsweg wird auf drei Meter verbreitert, die Betondecke zertrümmert und verdichtet sowie asphaltiert. Das reiche aus, da der Unterbau tragend sei, sagte Bürgermeister Roland Hoh. Dafür gibt's vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) die bereits eingeplanten 18 000 Euro für die Außenflächen des Feuerwehrhauses plus 50 Prozent der Kosten für den Ausbau des Weges.

Über den neuen Weg lassen sich dann auch der Spielplatz, der eventuell zum Mehrgenerationenspielplatz ausgebaut wird, das Jugendhaus und die Parkplätze des Sportplatzes erreichen. Auch für ein Gestell für den Maibaum, der auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus errichtet wird, gebe es die Förderung vom ALE, informierte Hoh.

Wichtig für die Anlieger: Beiträge für den Ausbau des Weges entstehen nicht. Das bestätigte der Bürgermeister auf Nachfrage von Andrea Czech, die ob der schwammigen Formulierung nachhakte: „Reden wir jetzt von einer erstmaligen Erschließung oder nicht?“ Die Antwort Hohs war eindeutig: „Stand heute ist es nicht so.“ Zwei Ausschlusskriterien gebe es: Die Straße wird nicht als Ortsstraße gewidmet und eine Straßenbeleuchtung ist nicht vorgesehen.

„Der Investor muss seine Hausaufgaben machen.“
Bürgermeister Roland Hoh zur geplanten Tankstelle

Eine weitere Variante wäre, den Weg nicht nur bis zur Zufahrt zum Feuerwehrhaus auszubauen, sondern, etwa auf doppelter Länge, bis zum bestehenden Asphaltweg. Das kommt nur infrage, wenn die Jagdgenossenschaft den gemeindlichen Anteil dieses erweiterten Ausbaus trägt, beschloss der Gemeinderat einstimmig. Sonst gilt der Beschluss bis zur Einfahrt Feuerwehrhaus.

Für dieses vergab der Gemeinderat einige Aufträge, obwohl die Angebote teilweise recht deutlich über der Kostenschätzung des Architekten lagen. Die Fliesenarbeiten in Höhe von gut 18 100 Euro gingen an die Firma Dako aus Buchbrunn, angesetzt waren vorher rund 13 200 Euro gewesen. Die Schreinerarbeiten übernimmt die Firma Bongwald aus Biebelried für gut 8300 Euro (Kostenschätzung: knapp 5350 Euro). Bereits vergeben hatte der Bürgermeister die Bodenarbeiten mit Kosten von rund 3300 Euro (Schätzung: 4500 Euro) und den Einbau eines Fensters in der Nähe des Schlauchwaschplatzes. Da eine Lüftungsanlage für das Feuerwehrhaus abgelehnt worden war, soll mit dem Fenster ein besserer Luftaustausch ermöglicht werden. Mehrkosten: 500 Euro.

Ums Geld geht es auch bei der geplanten Total-Tankstelle, die im Westen von Biebelried, an der Abfahrt von der B 8 aus Richtung Würzburg kommend, entstehen soll. Gemeinderätin Renate Zirndt appellierte an die Runde: „Wenn diese Pläne nicht realisiert werden können, fehlt uns ein sechsstelliger Betrag im Hauhalt.“ Damit gemeint ist die Kaufsumme für das Gelände. Wie Christian Pavel ergänzte, hake es noch an den Ausgleichs- und Hamsterflächen für die bebaute Fläche. Er forderte gar, dem Investor diesbezüglich – falls nötig – entgegenzukommen.

Das Thema voranbringen soll eine Sondersitzung des Gemeinderates mit dem Investor, die voraussichtlich am Montag, 23. Februar, im Biebelrieder Rathaus stattfindet. Der Investor müsse bis dahin „seine Hausaufgaben machen“, sagte Bürgermeister Roland Hoh. „Ich denke, dass wir alles aus dem Weg geräumt haben, was in unsere Zuständigkeit fällt.“