Das kann teuer werden. In Marktbreit sind etliche Brücken über den Breitbach in bedenklichem Zustand. Das gab Bürgermeister Harald Kopp in der Bauausschusssitzung bekannt. Zum Teil müssen die Übergänge komplett erneuert werden, zum Teil reicht eine Sanierung aus.

Es ist sicher schön, wenn ein Bach sich durch ein Städtchen schlängelt. Immer wieder ergeben sich dabei reizvolle Eindrücke, vor allem wenn Besucherinnen und Einheimische das Wässerchen überqueren. Im Marktbreit gipfelt dies gar an der Kulisse des Malerwinkels, der einen Großteil seines Charmes eben aus der Lage am Breitbach zieht.

Bedenkliche Zustände an Brückenbauteilen und Widerlagern

Regelmäßig müssen die Brücken über den Breitbach - und in Marktbreit sind es etliche, vor allem Fußstege - technisch auf ihre Standsicherheit überprüft werden. Das Ergebnis einer solchen Brückenprüfung legte die Verwaltung nun vor. Das Sachgebiet Hoch- und Tiefbauwesen hatte bei der regelmäßigen Sichtprüfung "bedenkliche Zustände an den Brückenbauteilen und Widerlagern" festgestellt. In der Folge wurde das Büro Horn beauftragt, die Brücken etwas intensiver zu begutachten.

Das Ergebnis: Fünf Brücken "weisen bauliche Mängel in unterschiedlich starker Ausprägung auf", so das Büro und die Verwaltung schreibt weiter: "Die Mängel zeigen sich vom Belagwechsel bis hin zur totalen Sanierung, sogar bis zum Ersatzneubau." Vonseiten des Ingenieurbüros gab es für die Räte gar eine ausführliche Zustandsbewertung der einzelnen Brücken, die der Öffentlichkeit allerdings nicht zugänglich ist.

Da ist die Fuß- und Radwegbrücke über den Bach nahe der Mündung am Parkplatz am Main. Sie soll komplett erneuert werden, ein Ersatzneubau muss her. Die Planung dafür ist für dieses und kommendes Jahr vorgeschlagen, der Bau für die Jahre 2023 und 2024."Nur" einen Belagwechsel soll es am Fußgängersteg am Schwarzen Turm in Sichtweite des Rathauses geben und der sollte noch in diesem oder dem nächsten Jahr erfolgen. Die Fuß- und Radwegbrücke am Winterseitenweg muss ebenfalls ersetzt werden, 2023 soll die Planung und 2024 der Neubau erfolgen.

Über mögliche Kosten wurde noch nicht gesprochen

Mit einer Sanierung komme die Fußgängerbrücke am Weißen Turm nahe der Rosenau zurecht, aber ebenfalls ein Neubau wird für die Brücke am Gymnasium fällig. 2025 soll geplant und 2026 gebaut werden. Über mögliche Kosten wurde in der Ratssitzung noch nicht gesprochen, einstimmig vergaben die Rätinnen und Räte den Planungsauftrag für die fünf Brücken an das Büro Horn.

Bei einer "Dienstfahrt" stellten städtische Mitarbeiter fest, dass im Bereich der Firma Beuerlein nahe der Tankstelle in Marktsteft Mauern und Lagerboxen für Sand und ähnliches errichtet wurden. Die sehr massiven Mauern mit einer Höhe von vier Metern und nicht weiter definierten Gesamtlänge sowie ein Lagerplatz für Betonblocksteine liegen im Bereich des 100-jährigen Hochwassers, es lag kein Bauantrag vor. Der wurde nun nachgereicht, der Stadtrat stimmte bei einer Gegenstimme zu, die endgültige Genehmigung liegt nun am Landratsamt.