Bei diesen gelben XXL-Scheren können Männer schon mal Angst bekommen. Zumal, wenn dem Mann ein Schlips um den Hals hängt und die Mädels beim Weiberfasching ausgelassen das Kommando übernommen haben. Wie sich das anfühlt, bekam der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow am Donnerstag zu spüren: Als er am Morgen in der Erfurter Staatskanzlei seinen Dienst antreten wollte, wartete eine Überraschung in Form einer närrischen Entführung: Der Politiker wurde ins Auto gesetzt und los ging's mit der Faschings-Rundfahrt. Dabei führte der Weg auch nach Franken. In Kitzingen gab es eine Zwischenstation im Deutschen Fastnacht-Museum. Deren Leiterin Daniela Sandner (hinten Mitte) durfte dem prominenten Gast (links) direkt nach der Begrüßung den Schlips abschneiden – und die nächste Trophäe für das Museum erbeuten. Bei einem Rundgang bekam der Ministerpräsident (Die Linke) auch erklärt, was es mit der Narrenfreiheit auf sich hat. Wenig später stieß auch der Kitzinger Hofrat zu der Besuchertruppe: Walter Vierrether und Bodo Ramelow kennen sich seit vielen Jahren, da das Kitzinger Aushängeschild samt Hofstaat regelmäßig beim Goethe-Weinfest in Weimar mit von der Partie ist. Nach seinem Kitzingen-Besuch ging es für den Politiker weiter zum Carneval-Club nach Wasungen.