Bei den anhaltenden Hitzeperioden müssen Bepflanzungen gut überlegt sein. Um dieses Wissen direkt von Experten zu erfahren, besuchten die Studierenden der Landwirtschaftsschule Kitzingen - Abteilung Hauswirtschaft Anfang August die Staudengärtnerei Till Hofmann und Fine Molz in Rödelsee. Der Besuch fand im Rahmen des Wahlpflichtmoduls Garten und Natur statt und war ein schöner Schlusspunkt für den letzten Schultag vor den Sommerferien.

Seit 2017 werden in Rödelsee Freilandschmuckpflanzen vermehrt, vermarktet und bei Bedarf wird auch eine entsprechende Bepflanzungsplanung vorgenommen. Der entscheidende Punkt für ein gelungenes Staudenbeet ist zum einen zu wissen, wie die Pflanze sich weiterentwickeln wird, und zum anderen die Pflege. Anschließend sei es die Kunst zur richtigen Zeit das Richtige zu tun, erklärte der Inhaber Herr Hofmann.

Begeistert waren die Studierenden von der beeindruckenden Präriefläche, auf der die Pflanzen gänzlich ohne künstliche Bewässerung auskommen. Eine Teilnehmerin berichtet: "Ich hätte nie gedacht, dass die Fläche trotz anhaltender Trockenheit so schön grün mit farblichen Highlights sein kann und zusätzlich so eine Vielzahl an Insekten anlockt".

Die Studierenden erhielten noch weitere Tipps: Zuallererst sollte die gewählte Pflanze in die Thematik des Beetes passen. Danach spielt der Standort und der zu erwartende Boden eine entscheidende Rolle. Anschließend muss die Funktion der Pflanze im Beet berücksichtigt werden. Soll sie eine Lücke schließen, soll sie ein Hingucker sein oder einfach nur den Boden decken. Eventuell gibt es auch kleinere oder größere bereits bestehende Pflanzengruppen, die ergänzt werden können. Abschließend ist die Blütenfarbe zu beachten. Dabei wird zwischen warm- und kalttonigen Farben unterschieden. Dabei sollten, wenn möglich, Farbkontraste im Beet geschaffen werden. Um die ganze Vegetation zu berücksichtigen, ist es außerdem sinnvoll Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeitpunkten zu wählen

Die Landwirtschaftsschule Abteilung Hauswirtschaft am Standort in Würzburg bietet den Abschluss zur Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung an. In der Teilzeitschule lernen die Teilnehmer praktische Fertigkeiten und Fachwissen zur gesunden und nachhaltigen Ernährung, Familien- und Haushaltsmanagement sowie zum Thema Garten und Natur. Die Teilnehmer haben darüber hinaus die Möglichkeit den Ausbilderschein sowie die Qualifikation zum Alltagsbegleiter zu erlangen. Die Ausbildung kann durch die Teilzeitform gut neben Beruf und Familie absolviert werden.

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen-Würzburg unter dem Punkt Bildung zu finden. Gerne gibt die Schule telefonisch unter (0931) 8010570 weitere Auskunft.

Von: Linda Dickert (Ökotrophologin, AELF Kitzingen-Würzburg)