Oldtimer so weit das Auge reichte reihten sich am Fronleichnams-Feiertag im Gnodstädter Ortskern auf. Denn Organisator Winfried Heinkel hatte zum zehnten Mal zum Oldtimertreffen im Rahmen des Dorffestes eingeladen. Rund 250 Besitzer von betagten Autos, Motorrädern und Bulldogs fanden den Weg in den Marktbreiter Stadtteil und eine vierstellige Besucherzahl drängte sich durch den Ort.

Der Marktbreiter Rudi Spörer war der Star des Tages mit seinem britischen Triumph-Motorrad aus dem Baujahr 1907. Wie er einem interessierten Gast verriet, war sein Vehikel mit 450 Kubikzentimeter wegen eines Unfallschadens vor ein paar Jahren auf 22.000 Euro geschätzt worden. Der Wert rührt daher, dass es eines von nur zwei Exemplaren dieses Typs ist, die es in Deutschland gibt. Die Hauptstraße hoch waren weitere betagte Motorräder wie aus den Baujahren 1923 oder 1927 zu entdecken und auch jüngere Zweiräder von heute nicht mehr existierenden Herstellern wie Adler oder Zündapp.

Bei den Autos zählten mehrere Ford T zu den ältesten Karossen, die blitzblank in der Sonne strahlten Viele renommierte Hersteller wie Jaguar, Daimler-Benz und BMW waren vertreten und neben den Oldtimer spielten die musikalischen Oldtimer "Top Oldies" auf. Den Rathausvorplatz hatten die Besitzer von Bulldogs in Beschlag genommen, dort waren betagte Traktoren von Porsche, Allgaier oder Deutz aufgefahren und die Eigentümer gaben gerne Auskunft über ihre alten Bulldogs. Überhaupt war in Gnodstadt Fachsimpeln und Benzingespräche angesagt, da war viel Expertentum auf einem Fleck.

Der Geheimtipp des Dorffestes, die Makrelen-Steckerlfische von Gesangvereins-Mitglied Wolfgang Stenzel, stand wieder hoch im Kurs. Schon vor dem Festbeginn gingen die ersten der 250 Fische über die Theke und hernach bildete sich eine lange Schlange am Fischstand. Daneben lockten Grillspezialitäten, Sauerbraten und nachmittags Kaffe und Kuchen, so dass kulinarische keine Wünsche offen blieben.