Der Klimawandel und die damit verbundene zunehmende Trockenheit zwingen auch die Winzer an der Mainschleife zum Handeln. So suchen beispielsweise in Nordheim der Weinbauverein und die örtliche Beregnungsgemeinschaft seit längerer Zeit nach einem Gesamtkonzept, wie eine Beregnung der Nordheimer Weinbergsflächen umgesetzt werden kann. Mittlerweile steht nach ersten Gesprächen zwischen Nordheim und Sommerach ein großes gemeinschaftliches Insel-Projekt in Verbundslösung mit dem Beregnungsverband Sommerach im Raum. Dieses Großprojekt stand am Montagabend im Mittelpunkt der Sommeracher Ratssitzung.

Nordheims Bürgermeisterin Sibylle Säger und Bernd Biere vom Architektenbüro Röschert aus Würzburg waren Gast in der Sitzung und stellten auch in Beisein von Vertretern des Sommeracher Beregnungsverbandes die Machbarkeitsstudie für ein Bewässerungspilotprojekt "der Weininsel" vor. Biere erläuterte fünf mögliche Varianten, deren Kosten zwischen zehn und 15 Millionen Euro liegen. Favorisiert wurde hierbei die Variante mit zwei Speicherseen in Nordheim und Sommerach, die mit Kosten in Höhe von 13,5 Millionen Euro verbunden wären.

Wie Nordheims Gemeindechefin Sibylle Säger mitteilte, stützt sich die Bewerbung der Gemeinde Nordheim für das Pilotprojekt auf eine gemeinschaftliche Lösung mit Sommerach und Nordheim. So werden die Gemeinde Sommerach und der Beregnungsverband Sommerach gebeten, diese "große" Lösung mit zutragen und hierzu auch eine Stellungnahme an die Gemeinde Nordheim abzugeben.

Gemeinsame Lösung

Die vorgelegte Machbarkeitsstudie weckte Interesse bei den Sommeracher Räten, die zeitnah eine Entscheidung zu diesem Thema der Zukunft herbeiführen werden. Zumal die seit 2007 installierte Tropfberegnung in den Sommeracher Weinbergen auch nicht die Lösung für die Zukunft ist. Gemeindechefin Elisabeth Drescher sieht wie ihre Räte noch einigen Gesprächsbedarf, steht aber dem Projekt positiv gegenüber. Nordheims Bürgermeisterin Sibylle Säger bekräftigte auch in der Sommeracher Ratssitzung noch einmal ihren Standpunkt:  "Nur eine gemeinsame Lösung der Weinbergsbewässerung kann die Zukunft für die Weininsel sein".