Es hätte tragisch enden können: Am Samstagabend gegen 17.15 Uhr fuhr ein Lkw-Zug auf einen Warnanhänger einer Verkehrssicherungsfirma auf der A 3 auf. Zum Unfallzeitpunkt fanden Straßenarbeiten in Fahrtrichtung Frankfurt kurz vor dem Autobahnkreuz Biebelried statt. Zu diesem Zwecke hatte eine Verkehrssicherungsfirma die Absicherung der Wanderbaustelle mit verschiedenen Fahrzeugen, darunter auch mehrere Verkehrswarnleitanhänger, übernommen. Ein 58-jähriger Berufskraftfahrer übersah das erste Sicherungsfahrzeug, das auf dem Seitenstreifen abgestellt war, und fuhr ungebremst und seitlich leicht versetzt mit seinem Gliederzug auf den Warnanhänger auf. Der in seinem Auto verweilende Mitarbeiter der Sicherungsfirma kam mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt.

Im weiteren Verlauf setzte der Lkw-Fahrer seine Fahrt unbeeindruckt fort und konnte etwa fünf Kilometer weiter zum Anhalten bewegt werden. Im Zuge der Kontrolle konnte sogleich die Unfall- und Fluchtursache festgestellt werden: Ein Alkoholtest beim Lasterfahrer ergab knapp drei Promille. Zudem konnte im Führerhaus des Lkw ein ganzes Sammelsurium an vollen und geleerten Alkoholika dokumentiert werden.

Zum Ausnüchtern in Haftzelle

Der Beschuldigte wurde zur Polizeidienststelle gebracht, wo er eine Blutentnahme über sich ergehen lassen musste. Sein von einem europäischen Drittstaat ausgestellter Führerschein wurde für den Eintragung eines Sperrvermerks beschlagnahmt. Außerdem musste er zur Sicherung des ihn erwartenden Strafverfahrens eine Sicherheit in Form von Bargeld. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der volltrunkene Kraftfahrer, der keinen festen Wohnsitz im Bundesgebiet hat, zu seinem eigenen Schutz in einer Haftzelle der Polizei ausgenüchtert. Es entstand ein Gesamtsachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich. Den Beschuldigten erwarten nun Strafanzeigen wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht.