Offensichtlich handelte es sich in beiden Fällen um die selbe Anruferin, die sich mit hoher Stimme und hochdeutscher Sprache als Verwandte der Würzburger Rentnerinnen ausgab.

Zunächst läutete gegen 14.45 Uhr das Telefon bei einer 86-Jährigen. Die Anruferin täuschte eine verwandtschaftliche Beziehung vor und teilte mit, dass sie eine Wohnung in Kitzingen angemietet habe. Da sie die Kaution allerdings auf ein falsches Konto eingezahlt habe, benötige sie nun 8000 Euro, um die Sache wieder in Ordnung zu bringen. Die Seniorin ließ sich jedoch nicht auf die Geldforderung ein und informierte sich nach dem Telefonat zunächst bei ihren richtigen Verwandten. Als dann feststand, dass eine Betrügerin am Werk war, verständigte sie die Polizei.


Opfer behielt die Nerven



Nur eine Dreiviertelstunde später versuchte wohlmöglich die selbe Täterin ihr Glück bei einer ein Jahr älteren Dame. Nun gab sich die Anruferin als Enkelin aus und nannte sogar deren richtigen Namen. Diesmal forderte die falsche Verwandte 5000 Euro, die sie angeblich für eine Eigentumswohnung benötigen würde. Den Hinweis der Rentnerin, dass sich ihre Enkelin momentan doch im Urlaub befindet, konterte die Anruferin jedoch schlagfertig. Sie gab an, sie habe die Reise wegen dem Wohnungskauf abbrechen müssen. Trotz allem behielt die Seniorin auch in diesem Fall einen kühlen Kopf, lehnte eine Geldübergabe ab und meldete den Vorfall ebenfalls bei der Polizei.

Auch wenn die Anruferin in diesen beiden Fällen erfolglos blieb, ist es gut möglich, dass sie auch weiterhin ihr Glück versuchen wird. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt daher weiterhin eindringlich vor der dreisten Betrugsmasche und bittet, entsprechende Anrufe unverzüglich bei der Polizei zu melden.