Am Sonntagnachmittag öffnete das Tierheim Kitzingen seine Pforten zum achten Herbstfest. Dabei soll Tierfreunden gezeigt werden, wie die Einrichtung arbeitet, außerdem wird um Spenden gebeten. Schon bei der Anfahrt deutet ein proppenvoller Parkplatz vor dem Tierheim auf das Großereignis hin.

23 Hunde und 27 Katzen hat das Tierheim derzeit zur Pflege, dazu noch eine Handvoll Kleintiere. Tierheimleiterin Angela Trabant wird von vier Halbtagskräften und vielen freiwilligen Helfern unterstützt. Ohne Letztere wäre die Arbeit nicht zu bewältigen: Vom „Gassigehen“ bis zur Fütterung und Fellpflege der vierbeinigen Freunde wird von den rund 25 festen Unterstützern alles erledigt.

Um die finanzielle Last tragen zu können, bekommt das Tierheim Zuschüsse von der Stadt Kitzingen und dem Landkreis. Hinzu kommen Mitgliedsbeiträge und Einnahmen aus der Vermittlung von Hunden. Doch das langt bei Weitem nicht: Futter und vor allem die tierärztlichen Leistungen inklusive der Medikamente verbrauchen einen Großteil des Geldes. Deshalb sind Spenden ein Eckpfeiler in der Finanzierung, ohne die es das Tierheim wohl längst nicht mehr gäbe. Festorganisator Robert Herrmann hatte zusammen mit seiner Partnerin Evi Hanft für alles gesorgt, sodass die zeitweise 200 Besucher bester Stimmung waren.

Eine meterlange Kuchentheke war mit Torten und anderen Leckereien bestückt. Eine fröhliche Schar von Helferinnen versorgte die Gäste zudem mit Kaffee und anderen Getränken. Direkt nebenan zeigten sich die Männer an der Grillstation als wahre Meister.

Helga Baumeister und Anita Rotschker hatten einen großen Stand mit selbst gefertigten Strickwaren, welche sie zu Gunsten des Tierheimes verkauften. Im Mittelpunkt stand jedoch eine Tombola mit exklusiven Gewinnen, diese hatte Evi Hanft über Monate hinweg erbeten und besorgt. Wer sich interessierte, konnte Hunde- und Katzenunterkünfte anschauen und einen Blick in die Polizeibox werfen. Das ist ein kleiner Zwinger, der mit Decken, Wasser und etwas Futter ausgestattet ist. Die zwölfjährige Helferin Joan Walther zeigte den Besuchern bereitwillig die Polizeibox und die Besonderheiten des Raumes. Greift die Polizei zur Nachtzeit oder außerhalb der Dienstzeit des Tierheimes einen herrenlosen Hund auf, kann sie diesen sofort im Tierheim unterbringen. Dafür hat die Polizei einen eigenen Schlüssel und kann somit die erste Tiernot lindern.

7000 Euro hat laut Angela Drabant das letzte Herbstfest gebracht. Und im Tierheim hegt man den leisen Wunsch, dass es diesmal sogar etwas mehr sein könnte. Die Zeichen dafür stehen gut, waren doch schon am späteren Nachmittag alle Torten weggegessen und die Tombola quasi ausverkauft. Was bleibt nach dem gelungenen Fest, ist der Hinweis auf den ersten Advent: Da hat das Tierheim sein Weihnachtsfest, wieder mit Tombola und allen Extras. Wieder eine Gelegenheit, zum Wohl der Freunde auf vier Pfoten beizutragen.

Das Tierheim in der Kaltensondheimer Straße in Kitzingen ist das ganze Jahr über geöffnet: Mo., Di., Do., und Fr., von 14 bis 17 Uhr sowie Mi., Sa., So., und feiertags von 10 bis 12 Uhr. Kontakt: Tel. (0 93 21) 50 63, E-Mail: tierheim-kitzingen@gmx.de