Für sechs Schüler des Beruflichen Schulzentrums in Scheinfeld (bsz) hieß es am Montag "Tschüß Deutschland" und "God Dag Norwegen". Drei Wochen verbringen Manuela Schmiedl, Katharina Popp, Kim Ixmeier, Laura Böhm, Mario Wünsch und Manuel Agatone in Skandinavien und machen dort in verschiedenen Einrichtungen Praktika. Eine aufregende Zeit liegt vor ihnen - und sie haben schon einiges an Vorbereitung hinter sich.
So gab es unter anderem einen gemeinsamen Abend mit den Eltern, zu dem die Schulleiterin Irmgard Kornprobst die mutigen und aufgeregten Schüler eingeladen hatte. "Diese Maßnahme ist eine spannende und wertvolle Erfahrung für die jungen Menschen", sagte sie. "Sie kann dabei helfen, Toleranz und Verständnis für andere Menschen und Lebensweisen zu entwickeln." In dieser globalisierten Welt sei das heute eine wichtige Kompetenz. "Dabei seid ihr immer auch Botschafter unseres Landes."

Über Amsterdam nach Oslo


Auch Sabine Siedetop war aus Regensburg angereist, um beim Vorbereitungsabend dabei zu sein. Sie vertrat das Berufliche Schulzentrum der Oberpfälzer Regierungshauptstadt, das bereits seit 2008 Auslandspraktika durchführt und somit schon manche Erfahrung weitergeben konnte.
Dementsprechend beantwortete sie etliche Fragen der Schüler und der Eltern.
Und am Montag war es dann soweit: Die sechs Schüler bestiegen ihre Maschine, die von Frankfurt aus über Amsterdam nach Oslo flog und pünktlich um 21.30 Uhr landete. Nach dem üblichen Warten auf und Suchen nach den Koffern mussten die Schüler, begleitet von ihren Lehrerinnen Hannelore Greis und Heidrun Eglinger, durch den Tiefschnee zu ihren Unterkünften waten - eine echte Tortur nach dem langen Flug und mit müden Beinen. Umso glücklicher waren die vier Damen und zwei Herren, als sie endlich angekommen waren.

Jetzt geht's los...


An den ersten beiden Tagen stand Sightseeing auf dem Programm. Eine kleine Bergtour, Bootfahren auf der Baltischen See und natürlich die Besichtigung der Sprungschanze Holmenkollen mit dem dazugehörigen Skimuseum - die deutschen Gäste sind schon jetzt ordentlich beeindruckt. Während die beiden Lehrerinnen am Freitag nach Hause fliegen, bleiben die Schüler noch knappe drei Wochen, um ihre Praktika zu erfüllen. Laura, Kathrin, Kim, Manuel und Marco werden in zwei verschiedenen Jugendherbergen in Oslo ihre Arbeit in der Großküche aufnehmen, Manuela und Katharina arbeiten 250 Kilometer nördlich von Oslo in einem christlichen Tagungshaus.
Nach erfolgreich absolviertem Praktikum erhalten die Schüler ein "Europa-Zertifikat", welches nach europäischen Richtlinien erstellt und für spätere Bewerbungen sicher hilfreich ist. Eines steht aber bereits jetzt fest: Die Gastgeber legen sich tüchtig ins Zeug, um den Praktikanten einen unvergesslichen Aufenthalt in Norwegen zu bescheren. Morgen geht es dann richtig los mit dem Praktikum in Norwegen - die Spannung steigt.