Sie sind wieder da: die besten Pressefotos der Welt aus dem Jahr 2020. Die World-Press-Photo-Ausstellung ist am Freitagnachmittag im Kitzinger Rathaus offiziell eröffnet worden. Sie läuft bis zum 27. März. Oberbürgermeister Stefan Güntner zeigte sich "stolz und froh", die Fotoschau wieder in seiner Stadt zu haben – zum 16. Mal seit dem Jahr 2007. Wie im Vorjahr werden die 141 Fotos nicht in der Rathaushalle, sondern als "Wandelausstellung" in 65 Schaufenstern von 49 Einzelhändlern und Institutionen mitten in der Stadt gezeigt.

Damit ist Kitzingen nicht nur der kleinste Ausstellungsort weltweit, sondern auch der einzige, bei dem die Bilder quer durch die Stadt präsentiert werden. "So ein Format ginge in New York, Tokio oder London unter", sagte Güntner. Im kleinen Kitzingen aber sei es möglich. Die Stadt würde den 2023 auslaufenden Vertrag mit der World-Press-Photo-Foundation gerne verlängern. Wenn möglich, auch im diesem besonderen Format.

Ein Wunsch, auf den Kuratorin Martha Echevarria in ihren kurzen Eröffnungsworten nicht einging. Dennoch zeigte sie sich angetan von der Art der Präsentation in Kitzingen. Dadurch öffne sich World-Press-Photo auch Menschen, die sonst nicht in eine Ausstellung gingen. 74 500 Fotos wurden von einer unabhängigen Jury gesichtet, 45 Fotografen konnten am Ende ihre 141 Arbeiten aus 28 Ländern präsentieren.

Die Kuratorin half nicht nur beim Aufbau der Ausstellung in Kitzingen, sondern besuchte auch eine Schule und diskutierte mit Zehntklässlern über Pressefreiheit. Dabei war sie vor allem von deren Engagement für Umwelt und Klima erstaunt. Im Anschluss an die Eröffnung führte Echevarria einige Gäste der Eröffnung zu ausgewählten Fotos in der Stadt.