Rüdenhausen

Beim Breitband hat Rüdenhausen seine Hausaufgaben gemacht

Was das Thema Breitbandversorgung betrifft, hat der Markt Rüdenhausen einige Vorleistungen erledigt. Bereits jetzt sind in manchen Teilen der Gemeinde schon Geschwindigkeiten von 200 Mbit möglich. Die Gemeinde möchte nun den Ausbau von Glasfaser-Direktanschlüssen forcieren und schrieb diesen kürzlich aus. Zur Sitzung des Gemeinderates hatte Bürgermeister Gerhard Ackermann Ingenieur Roland Werb geladen, dessen Büro Corwese spezialisiert ist auf die Ausschreibung für Telekommuinikationstechnik.
Ausbau mit Glasfaser: Fachmann Roland Werb erläuterte dem Gemeinderat in Rüdenhausen das Ergebnis der Fragebögen für die Auswahl der Anbieter. Foto: Andreas Stöckinger

Was das Thema Breitbandversorgung betrifft, hat der Markt Rüdenhausen einige Vorleistungen erledigt. Bereits jetzt sind in manchen Teilen der Gemeinde schon Geschwindigkeiten von 200 Mbit möglich. Die Gemeinde möchte nun den Ausbau von Glasfaser-Direktanschlüssen forcieren und schrieb diesen kürzlich aus. Zur Sitzung des Gemeinderates hatte Bürgermeister Gerhard Ackermann Ingenieur Roland Werb geladen, dessen Büro Corwese spezialisiert ist auf die Ausschreibung für Telekommuinikationstechnik.

Nachdem mehr als ein Anbieter Interesse am Glasfaser-Ausbau in Rüdenhausen bekundet hat, ließ die Gemeinde beide Anbieter von Werbs Büro prüfen. Diese hatte einen Fragenkatalog an die beiden Bewerber, Telekom und Unsere Grüne Glasfaser (UGG), geschickt. In der Sitzung stellte er die Ergebnisse gegenüber.

In kurzer Zeit habe sich einiges geändert, so Werb. Vor einigen Jahren habe man "noch darum gerungen, dass wir überhaupt schnelles Internet auf die Dörfer bekommen." Jetzt sei auch "der Riese Telekom wieder aufgewacht", und biete um den Ausbau mit. Die Bandbreiten, die ermöglicht werden, hätten sich in den letzten Jahren ständig verdoppelt, meinte der Fachmann anfangs.

In Rüdenhausen sei über das Telefonnetz bereits einiges möglich, es gebe Bereiche mit einer Leistung von über 200 Mbit durch Supervectoring. "Sie werden aktuell wahrscheinlich wenig Beschwerden wegen des Internets haben", vermutete Werb. Künftig wolle man Glasfaser bis ins Haus ermöglichen. Telekom, wie auch UGG, biete den Vollausbau an.

Bereits Leerrohre verlegt

In Rüdenhausen habe die Gemeinde bereits im Vorfeld vieles gemacht, nachdem kürzlich die Wasserleitung im Ort neu verlegt wurde. "Ich kann Sie nur beglückwünschen, dass Sie mit dem Verlegen der Leerrohre so konsequent waren", hob der Ingenieur als Vorteil hervor. Im Ort müsse kaum neu aufgegraben werden. Werb empfahl den Ausbau durch die Telekom nach Prüfung der beiden Anbieter. Er riet der Gemeinde, das eingebrachte Leitungsnetz auch gleich der Telekom zum Verkauf mit anzubieten.

Die Räte hatten im Anschluss einige Fragen an den Ingenieur. So wollten sie wissen, ob die Aussiedlerhöfe im Angebot auch mit dabei seien. Im Angebot, so Werb, werde vom "Vollausbau" gesprochen, also solle man auch darauf pochen. Im Anschluss beschlossen die Räte, den Ausbau an die Telekom zu vergeben.

Ungewöhnliche Anfrage

Außerdem wurde in der Sitzung eine etwas ungewöhnliche Anfrage zur Auflösung eines Grabes im Rüdenhäuser Friedhof debattiert. Die Antragstellerin möchte gleichzeitig ein freies Doppelgrab erwerben und auf diesem den Stein des anderen Grabes befestigen. Der Bereich davor solle als Rasenfläche bestehen bleiben, hieß in dem Schreiben.

Eine Umbettung erfolge jedoch nicht, sie wolle mit dem Stein als "Objekt der Erinnerung" auf die Verstorbene hinweisen. Bürgermeister Ackermann führte dazu aus, dass es bisher keinen vergleichbaren Fall gegeben habe. Im Fall einer Genehmigung schaffe man einen Präzedenzfall, es entstünde "ein Wirrwarr bei den Grabstätten, was nicht im Sinne der Kommune sein kann", so Ackermann. Er könnte dem Ganzen allenfalls bei einer Umbettung zustimmen. Die Räte sahen es ähnlich.