„Die Zeiten mit nur zwei Einsätzen sind scheinbar vorbei.“
Ullrich Luckert, Kommandant

„Es ist eine der schönsten Aufgaben, Kameraden zu ehren.“ Das sagte Kreisbrandmeister Markus Ungerer, bevor er am Samstag die Sulzfelder Udo Bernard und Ralf Lederer für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem staatlichen Feuerwehrehrenzeichen auszeichnete.

Präsent vom Bürgermeister

Bürgermeister Gerhard Schenkel schloss sich Glückwünschen mit einem Präsent an. Schenkel meinte, dass 25 Jahre kein Pappenstiel seien und die Kameraden die Ehrung absolut verdient hätten.

„Seit 140 Jahren sorgen wir für Sicherheit in Sulzfeld, ob bei Bränden, Unfällen, Hochwässern oder Tierrettungen“, erklärte Vorsitzender Reinhard Schweser in der Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende ging auf die Teilnahme am Faschingsumzug und auf das Gartenfest ein. „Wir hatten als kleine Wehr im Jahr 2016 mit acht Alarmierungen relativ viele Einsätze. Die Zeiten mit nur zwei Einsätzen sind scheinbar vorbei“, bilanzierte Kommandant Ullrich Luckert.

Einsatz an Silvester

Dazu kamen noch drei Sicherheitswachen und ein kuriosen Einsatz an Silvester zur angeblichen Rettung von im Baggersee festgefrorenen Schwänen. Feuerwehr und Wasserwacht seien angerückt und die Wasserwachtler seien ins Wasser gegangen, um die Tiere zu retten. Den Schwänen sei der ganze Auflauf dann zu viel geworden und sie seien einfach auf dem Eis davon gelaufen.

Die Wehr hat derzeit 30 Aktive. Davon sind 13 Atemschutzgeräteträger. Zwei Mann haben sich für den Atemschutzlehrgang angemeldet, was den Kommandanten positiv stimmte. Markus Ungerer hob hervor, dass die Wehr bald 50 Prozent Atemschutzgeräteträger hat. Das sei eine tolle Quote, die umso wichtiger sei, in Zeiten, in denen der Schwere Atemschutz immer wichtiger wird.

Große Jugendgruppe

Ullrich Luckert lobte auch das Engagement von Jugendwart Ewald Wetzel und seinen Mitstreitern Ralf Lederer und Klaus Stark, die mit der Jugendgruppe arbeiten. „So eine große Jugendgruppe hatten wir schon lange nicht mehr“, stellte der Kommandant fest. „Es nützt der beste Häuptling nichts, wenn die Indianer nichts können“, sagte Ullrich Luckert und lobte deswegen seine gesamte Mannschaft.

Der Kommandant informierte, dass die Wehr eine neue Tragkraftspritze bekommen habe. Ullrich Luckert wandte sich an den Bürgermeister, dass sich die Wehrführung und die Gemeinde einmal über die Ersatzbeschaffung des 33 Jahre alten Einsatzfahrzeugs unterhalten sollten.

„Es ist eine Supersache“, meinte Jugendwart Ewald Wetzel, der Ralf Lederer und Klaus Stark sowie den Verantwortlichen der Wehr für ihre Unterstützung dankte. „Ich hoffe, dass es so weiter geht“, sagte er.

Wie soll man feiern?

„Ich könnte mir vorstellen, einen Ehrenabend zu machen und keine große Feier aufzuziehen, das heben wir uns für 150-Jährige auf“, schlug Reinhard Schweser zum bevorstehenden 140. Geburtstag der Feuerwehr Sulzfeld vor.

Wehr steht gut da

Markus Ungerer würdigte die Einsatzbereitschaft und Kameradschaft der Sulzfelder Wehr und rief sie dazu auf, die 140 Jahre zu feiern. Solche Anlässe würden die Gelegenheit zum Rückblick geben und den Blick in die Zukunft, um den Fortbestand zu sichern. „Wir als Gemeinde stehen hinter unserer Feuerwehr“, versicherte der Bürgermeister. Er fand, dass die Wehr mit dem generalsanierten Feuerwehrgerätehaus gut dastehe.