Seit vier Jahrzehnten leisten Dieter Barth und Erwin Strobel aktiven Dienst bei der Feuerwehr Krautheim. In der Hauptversammlung im Gemeinschaftshaus zeichnete Doris Paul die beiden Floriansjünger mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Freistaats Bayern für 40 Jahre aktiven Dienst aus. Die stellvertretende Landrätin bescheinigte den Geehrten unermüdlichen Einsatz im Dienst am Nächsten und überreichte ihnen die Ehrenurkunden.

Erwin Strobel ist seit 16 Jahren Kommandant der Wehr und seit zehn Jahren Kreisbrandmeister. In seinem Tätigkeitsbericht skizzierte er das in den vergangenen zwölf Monaten Geleistete. Zweimal musste die Wehr im Ernstfall ausrücken. Ein Verkehrsunfall mit einem Motorradfahrer und der Brand eines Spänebunkers bei der Firma Kleedörfer waren die Ursachen für die Einsätze.

Digitale Funkgeräte fehlen noch

17 Männer und drei Frauen gehören zur aktiven Wehr, die sich bei sechs Übungen praktisch fortbildete. Besonders fleißig war die Jugendwehr. Bei 20 Übungen bekamen die vier Mädchen und vier Jungen viele Tipps in Theorie und Praxis. Die Teilnahme am 24-Stunden-Schwimmen und der erfolgreiche Wissenstest waren die Höhepunkte beim Nachwuchs.

Strobel teilte mit, dass der Digitalfunk in den Startlöchern stehe, seine Wehr aber „leider“ noch nicht mit digitalen Funkgeräten bestückt sei. Die Geselligkeit stand beim Feuerwehrverein im Mittelpunkt. Laut Vorsitzendem Dieter Söllner traf man sich beim Maibaumaufstellen, Johannisfeuer und Bremserfest. Er hob die gute Zusammenarbeit im Ort hervor. Das Miteinander von Feuerwehr, Sportverein und Kirchengemeinde sei vorbildlich. Söllner kündigte an, dass zum 20. Geburtstag des Feuerwehrvereins der Partnerwehr in Krautheim/Thüringen im September eine Abordnung aus dem Volkacher Ortsteil in den Osten Deutschlands reisen wird.

Landkreisführung

Bereits im Juni findet die Besichtigung der Wehr und ihrer Ausrüstung durch die Landkreisführung statt. Deren Chef, Kreisbrandinspektor (KBI) Michael Krieger, lobte bei den Grußworten ebenso wie stellvertretende Bürgermeisterin Gerlinde Martin das Engagement der Einsatzkräfte. „40 Jahre sind kein Pappenstiel und mit viel Zeit und Engagement verbunden“, sagte Krieger zu den Geehrten.

Auch Doris Paul war von den Ausführungen der örtlichen Funktionäre begeistert: „Hier klappt alles und es wird zamgschafft“. Überhaupt laufe es bei den Feuerwehren im Landkreis mit ihren 3400 Aktiven und 600 Jugendlichen „rund“.