Grundsätzlich einverstanden ist der Kleinlangheimer Marktgemeinderat mit dem Entwurf zur Vereinbarung mit dem staatlichen Bauamt Würzburg für die Einmündung in das geplante Baugebiet Am Graben mit Linksabbiegespur und Querungshilfe für Fußgänger. In der Ratssitzung verlas Bürgermeisterin Gerlinde Stier die Paragraphen der Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern, für den das staatliche Bauamt federführend ist, und dem Markt Kleinlangheim. Das Ratsgremium stimmte geschlossen dafür.

Für die Durchführung des Projekts mit Planung und Abwicklung bis hin zur Abnahme ist der Markt Kleinlangheim verantwortlich. Er trägt sämtliche Baukosten einschließlich derer für die Leitungsverlegungen, Beschilderungen und Markierungen "und die Linksabbiegespur gehört zur Baulast". Ebenso die Oberflächenentwässerung und Änderungen der Versorgungsleitungen. Die Gemeinde hat auch die Kosten für Grunderwerb, Vermessung, Abmarkung, Baustelleneinrichtung, Beleuchtung und den Winterdienst zu tragen. "Der Flächenerwerb ist schon erledigt", teilte die Bürgermeisterin mit.

Digitalisierung der Grundschule

"In der Schule wird fleißig renoviert", sagte sie in Sachen Renovierung und Digitalisierung in der Grundschule. Im Atrium bleiben die wertvollen Fensterholzrahmen, während die Scheiben ausgetauscht werden.

"Sehr erfreut" zeigte sich die Bürgermeisterin ob des Zuwendungsbescheids der Regierung von Unterfranken in Höhe von 50 000 Euro für die erstmalige Erstellung des Glasfaseranschlusses einschließlich der Netzabschlusseinheiten  für die Schule bei Gesamtkosten von rund 62 000 Euro.

Nicht so erfreut waren einige Ratsmitglieder ob der Tatsache, dass es laut Telekom noch einige Zeit dauern wird, bis die Leitung verlegt wird. "Lehrer und Schüler haben es in Corona-Zeiten nicht einfach und wir hoffen natürlich alle auf Erleichterungen, wenn die Digitalisierung über die Bühne ist", ging die Bürgermeisterin auf die aktuelle Situation ein.

Dorferneuerung in Atzhausen

"Es sieht aus wie eine Großbaustelle, in Atzhausen geht es mit der Dorferneuerung zügig voran", berichtete Gerlinde Stier von der Neugestaltung des Platzes vor der ehemaligen Schule, die mit 65 Prozent gefördert wird. Noch nicht das letzte Wort gesprochen ist für den Pflasterbereich – "da müssen wir abwarten, was das Amt für ländlichen Entwicklung sagt".

Nach Aussage der Bürgermeisterin wollten die Atzhäuser in Eigenregie pflastern, da das Dorferneuerungsgremium sich für einen Schotterbelag ausgesprochen hatte. Da aber die Förderung wegfalle, wenn "eigenmächtig" gepflastert werde, "müssen wir jetzt einfach abwarten".

Engstelle in der Wiesenbronner Straße

Von den Ortsterminen mit Vertretern des staatlichen Bauamts in den Bereichen Schleifweg und Wiesenbronner Straße berichtete sie, dass die Beseitigung der Engstelle in der Wiesenbronner Straße mit bis zu etwa 80 000 Euro zu hohe Kosten verursachen würde, "da eine Förderung nur möglich ist, wenn wesentliche Verbesserungen für Autofahrer die Folge sind". Die Bürgermeisterin und das Ratsgremium hielten einen eventuellen Rückbau der dortigen Mauer für einen durchgängigen Gehweg für vorteilhafter.

Verschoben wurde die Auftragsvergabe für eine Fußgängerbrücke in Atzhausen, da noch ein weiteres Angebot eintraf, das erst noch überprüft werden muss. Die Vorarbeit zum Bau der Brücke wurde schon von den Mitarbeitern des Bauhofs geleistet, gab die Bürgermeisterin bekannt.