"Wahnsinn - schön - wunderbar" mit diesen und anderen Superlativen würdigten die Marktbreiter Stadträtinnen und Stadträte ihre ersten Eindrücke vom "neuen" evangelischen Kindergarten in der Stadt beim Ortstermin am Montagabend. Rund drei Millionen Euro hatte die Stadt in die Gebäudesanierung investiert, der Baubeginn dürfte um das Jahr 2016 gewesen sein, in Betrieb genommen wurde das Haus schon im Dezember 2020.

Deshalb auch die Begrüßung von Kindergartenleiterin Petra Leipold: "Es ist wichtig, dass Sie vorbei schauen." Corona hatte einen früheren Termin und auch eine offizielle Einweihung verhindert. Ein vierstöckiges Wohnhaus, Denkmal, gleich neben dem evangelische Kindergarten, der Kirche gehörend - was gäbe es besseres für eine dringend nötige Erweiterung der bestehenden Einrichtung. Die Stadt schlug zu, kaufte das Wohnhaus um dort für eben diese Erweiterung zu sorgen. Immer wieder gab es zwischendurch Diskussionen, ob ein Abriss nicht die bessere Alternative gewesen wäre, doch am Ende stand eine Mehrheit für die Sanierung des Steinhauses.

Und wie die Führung am Montagabend zeigte, zu Recht, denn die Begeisterung war den Räten ins Gesicht geschrieben, als sie die drei Stockwerke und den Raum und die Aussichtsplattform im Dachgeschoss besichtigten. Vor Sanierungsbeginn hatte der Kindergarten zwei Kindergartengruppen und eine Schulkindbetreuung - jetzt sind es drei Kindergarten-, zwei Krippen- und eine Hortgruppe.

Senioren könnten in den Kindergarten

Und was tun, wenn eines Tages die Zahl der Kinder in der Stadt denn doch wieder nachlässt? Dann könnte dort zum Teil eine Seniorenbetreuung einziehen: Die Aufzüge sind da, allerdings müssten Möbel und Sanitäranlagen entsprechend ausgetauscht werden.

Wie könnte der Internetauftritt der Stadt nach nun gut zehn Jahren erneuert werden? Darüber informierte Manfred Hager von der Agentur Graubalance das Ratsgremium mit einer Präsentation aus Gedanken, die sich ein Ausschuss gemacht hatte. Am Ende stimmten die Räte einer Beauftragung der Agentur für dien Neugestaltung der Internetseite zu, ohne konkrete Kostenvorschläge und weitere Angebote eingeholt zu haben.

Die kindbezogene Förderung wird Kindern, die im Kindergartenjahr ihr drittes Lebensjahr vollenden, bis zum Ende des Kindergartenjahres gewährt, wie der Stadtrat einstimmig beschloss. Voraussetzung: Auch der Freistaat beteiligt sich an der Förderung.

Zuschüsse für den Breitbandausbau

1215 der Marktbreiter und Gnodstädter Haushalte haben bereits eine Versorgung mit schnellem Internet von über 500 Mbit/Sekunde. Um auch die restlichen rund 200 Hauhalte anzubinden, beteiligt sich die Stadt an der Gigabitrichtlinie von Bund oder Land mit hohen Zuschüssen.

Knapp 3,5 Millionen Euro sind für das neue Baugebiet Ohrenberg 4 vorgesehen, in den Kosten sind unter anderem die Verbesserung der Zufahrt und eine Linksabbiegespur an der St 2271 vorgesehen. Als "ambitioniert" wurde der kalkulierte Zeitplan bis März 2024, aber auch die Kostenschätzung angesehen.

Ab nächster Woche können Termine mit Stadt und VG auch online vereinbart werden. Dies ist, so Bürgermeister Harald Kopp auf Nachfrage von Volker Iglhaut, ein zusätzlicher Service, natürlich können Termine auch weiterhin telefonisch vereinbart werden oder spontan stattfinden.

Ein erstes Gewitter heuer hat, so Alexander Mader, gezeigt, dass die neuen Rückhaltemaßnahmen in Gnodstadt wirksam waren. Bei stärkerem Regen könnte es aber kritisch werden. Der Bürgermeister verwies auf eine Zusammenarbeit aller, um Schlimmeres zu verhindern, warnte aber auch davor, dass nicht gegen alle Unwetter Schutz gewährt werden könne.