Ohne Ergebnis vertagt hat der Gemeinderat Wiesentheid die Anfrage eines Bürgers, ob in der Verlängerung der Hubertusstraße im Ortsteil Reupelsdorf bereits Bauland ausgewiesen oder ob es noch Ackerland sei. Bauland wollen er, der dort ein Grundstück hat, und weitere vier Anlieger nicht, sagte der Fragesteller. Im Falle einer Erschließung befürchten sie, dass Kosten auf sie zukommen. Außerdem habe er zu der Frage Bauland oder Ackerland im Rathaus widersprüchliche Aussagen erhalten.

Bürgermeister Werner Knaier führte dazu aus, dass die besagte Fläche nicht „plötzlich“ zu Bauland geworden sei. Aber es bestehe ein Bebauungsplan für den Bereich Hubertusstraße, in dessen Geltungsbereich das angesprochene Grundstück liege. Weiter sagte Knaier, dass vor zwei Jahren der Bruder des Fragestellers ihn wegen des Areals angesprochen habe. Dieser besitzt dort einen Acker. Daraufhin wurden Möglichkeiten zur Erschließung geprüft. So habe der Planer festgestellt, dass die Kapazität des Kanals für eine Erweiterung um drei Bauplätze ausreichen würde. Und telefonisch habe er von Anwohnern erfahren, dass sie gegen eine Erschließung keine Einwände hätten, wenn für sie keine Kosten entstehen. Es sei aber so, dass die Anlieger der bestehenden Siedlung bei einer Erschließung bei den Kosten für die Straße mitbezahlen müssten, nicht jedoch bei Kanal, Strom oder Wasser.

In der Sitzung des Gemeinderates betonte der Bürgermeister, dass es sich bei der Fläche nicht um Bauland handle, solange die Erschließung nicht gesichert sei. Baurecht bestehe aktuell nicht, ob die Gemeinde das Thema weiter verfolge, müsse sie abwägen. Gemeinderat Erwin Jäger hatte dazu eine klare Meinung: So lange sich die Verwandtschaft nicht einig sei, sollte es die Gemeinde bleiben lassen.