Der Kitzinger Bahnhof soll endlich aus dem Dornröschenschlaf gerissen werden. Der Stadtrat hat dazu mehrheitlich einen Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Im Ziel, das Gebäude und das Areal zu sanieren und neue Parkplätze sowie einen Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) für den ganzen Landkreis zu schaffen, ist sich das Gremium einig. 

Verwunderung schuf allerdings die Definition des "Bahnhofsumfeldes" durch die Stadtverwaltung: Es reicht im Norden vom unbefestigten Parkplatz in der Friedenstraße über den Amalienweg und die Innere Sulzfelder Straße entlang bis zum Bernbeckplatz im Süden. Innerhalb dieses Areals liegen auch die Schrebergärten, für deren Erhalt sich der Stadtrat ausgesprochen hatte. Klaus Christof (KIK) und Andrea Schmidt (Grüne) sorgten sich daher, schon durch die Definierung des Bebauungsplangebiets könnte die Nutzung der Gärten eines Tages infrage gestellt werden. 

Stadt hat Bahnhofsumfeld bewusst weiter gefasst

Sowohl Stadtentwicklungsreferent Thomas Rank (CSU) als auch Bauamtsleiter Oliver Graumann widersprachen dieser Einschätzung. Ein Planungsgebiet bedeute nicht, dass alle darin liegenden Grundstücke verändert würden. Man habe für die Planung das Gebiet bewusst weit gefasst.

Auf Anfrage von Schmidt erklärte Graumann, dass man bei der angestrebten Zahl von 200 Parkplätzen noch für alles offen sei. Schmidt hatte auf nördlicher Bahnhofseite ein mögliches Parkdeck ins Spiel gebracht.

Am Ende billigte der Rat den Bebauungsplanentwurf mit 27:3 – gegen die Stimmen von Schmidt und den beiden KIK-Stadträten Christof und Wolfgang Popp.