Die Weiterentwicklung Nordheims hinsichtlich der zukünftigen Flächennutzungsplanung diskutierte der Gemeinderat am Dienstag im Nordheimer Rathaus. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und dem Bauamt Volkach war eine Änderung des Flächennutzungsplans ausgearbeitet worden, der neue Flächen im Bereich des östlichen Ortsrands Richtung Volkach, eine Fläche für die Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes, das Gebiet um das ehemals geplante Baugebiet "Kreuzberg" sowie ein Bereich am westlichen Ortsrand zwischen der Sommeracher Straße und der Langgasse vorsieht. "Ziel der Änderung des Flächennutzungsplans ist es, dieses Mal alle möglichen Bereiche rund um Nordheim einzubeziehen, um bei Bedarf eine ortsnahe Bebauung zu ermöglichen", erläuterte Bürgermeisterin Sibylle Säger.

Insbesondere die Einbeziehung des Gebietes Kreuzberg sorgte für Diskussion im Gemeinderat. So befürchtete Gemeinderat André Paulus mit der Freigabe des geänderten Flächennutzungsplans eine Bebauung durch die Hintertür und dass die Anwohner hier übergangen werden könnten. "Eine Änderung des Nutzungsplans macht eine Bebauung möglich", stellte er klar.

Keine Ausnahmen geduldet

Die Gemeindechefin verwies darauf, dass es hier ausschließlich um die Flächennutzung geht. "Es wird niemand übergangen", betonte sie. "Wir sprechen hier von keinem Bebauungsplan. Mit der Änderung wird der Grundstein gelegt, dass in Zukunft das Bauen in der Fläche außerhalb Nordheims verhindert wird und eine vorbereitende Bauleitplanung überhaupt möglich ist. Das Landratsamt duldet keine Ausnahmen mehr. Wo kein Flächennutzungsplan ausgewiesen ist, ist auch kein Bau, insbesondere von landwirtschaftlichen Hallen mehr möglich".

Auf Anregung des Gemeinderats wird zusätzlich noch der Bereich in Richtung Kläranlage zur Flächennutzung geprüft. Bei der anschließenden Abstimmung stimmte der Gemeinderat für die Änderung des Flächennutzungsplans. Die Gemeinderäte Markus Schneider, Guido Braun und André Paulus stimmten gegen die Änderung.

Skate Contest findet wieder statt

Im Rahmen der Rechnungsprüfung der Jahresrechnung 2021 wurden die Hintergründe für die Beauftragung eines Indirekten Einleitekatasters für die Kläranlage nachgefragt. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme mit den Einleitewerten gegeben. Um hier eine Verbesserung zu erreichen, wurde die Erstellung eines Einleitekatasters in Auftrag gegeben, das bereits 2020 fertiggestellt worden war. Darin sind alle Kanäle und Brunnen digital erfasst, so dass die Mitarbeiter der Kläranlage genauer und erheblicher schneller feststellen können, was von welchem Kanal eingeleitet wird. Außerdem wurde auch die Dichtheit aller Kanäle überprüft und als gut befunden.

Außerdem brachte die Bürgermeisterin den Gemeinderat zum Baufortschritt der Kindertagesstätte auf den neuesten Stand. Der Bau liegt im Zeitplan, sodass der Umzug in die neuen Räume im Januar 2023 stattfinden kann. Die Ausschreibung für die Außenanlagen wird aktuell noch ausgearbeitet. Eine offizielle Eröffnungsfeier wird es voraussichtlich im für Mai oder Juni 2023 geben.

Nach zweijähriger Pause findet in Nordheim wieder das Skatefest statt. Dem Antrag des Skate`n Rock Vereins zur Veranstaltung Contests in der Weinfestallee am 20. August wurde stattgegeben.