Erst vor wenigen Wochen ist der Spatenstich zur lange geplanten großen Umgestaltung am Wiesentheider Schlossplatz erfolgt, kaum wurde die Kreuzung im Zentrum in eine Richtung gesperrt, kam drei Wochen später das Kommando zurück. Dieser Tage ließ die Gemeinde den Verkehr wieder über den zentralen Platz fließen. Der Grund echauffierte einige Gemeinderäte jüngst in der Sitzung.

So monierten Michael Rückel und Walter Rosentritt das Ganze. Erst lasse man die Bagger anrollen, mache einen Spatenstich "mit großem Tamtam", wie Rückel sagte. Dann sei auf einmal wieder Schluss an der Baustelle. Aufgrund von Baustoff-Mangel habe man den Umbau gestoppt, erläuterte es Ludwig Haissig vom Bauamt der Gemeinde.

Im Einzelnen liege es daran, dass die eigens dafür verwendeten gesägten Muschelkalk-Steine für das Pflaster in der benötigten Menge nicht vorrätig seien. Das Pflaster liege nicht auf Halde, die Firme könne nur etwa 100 Quadratmeter pro Woche produzieren.

Man habe einen teuer bezahlten Architekten, das Ganze sei seit Jahren geplant, da dürfe so etwas nicht passieren, monierten die Räte. Es müsse doch im Vorfeld einen festgelegten Plan der Bauzeiten geben, wunderte sich Wolfgang Stöcker. Den habe der Architekt nun angefordert, sagte Ludwig Haissig vom Bauamt. Fortgesetzt werden soll die Erneuerung des Platzes im Frühjahr. Zunächst werde eine Musterfläche in der Rehhäusergasse verlegt.

Im Gemeinderat wurde bekannt gegeben, dass in den kommenden Tagen eine weitere Hauptverkehrsstraße dicht sein wird. Die Sofienstraße, das ist die Strecke vom Ort in Richtung Kitzingen, wird wegen dringender Arbeiten an der Wasserleitung für vermutlich eine Woche gesperrt.