Zum Baugebiet Schindäcker II informierte die Geschäftsstellenleiterin der Verwaltungsgesellschaft, Kerstin Ebert, dass nach wie vor die Verhandlungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege laufen. Ein Ortstermin mit dem Amt sei nicht möglich gewesen, da dort Personalmangel herrsche.

Nun müsse die Gemeinde einen neuen Antrag für die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis zum Ausbau des Gebietes stellen. Als Auflage für den Ausbau sei jetzt schon klar, dass Grabungen nur durch eine Fachfirma und unter Aufsicht des Amtes stattfinden dürften. Und falls nötig, sogenannte Rettungsgrabungen zur Bergung möglicher historischer Funde durchgeführt werden müssen, so Kerstin Ebert in der Gemeinderatssitzung.

Steffen Zink reagierte sauer auf die Entwicklung: „Seit einem Jahr ist hier nichts passiert und jetzt müssen wir wieder von vorne anfangen. Drei Bauherren warten, dass sie endlich anfangen können, darunter auch junge Familien.“ Auch er selbst möchte dort gerne bauen, steht nach eigener Aussage aber nicht unter Zeitdruck. Um das Verfahren nun so schnell wie möglich in die Wege zu leiten, ermächtigten die Räte die Verwaltungsgemeinschaft, alle notwendigen Schritte in Eigenregie zu unternehmen.

Weitere Themen

• Die Räte hatten die Rechnungsprüfung 2015 auf dem Tisch. Zur Haushaltssatzung hatte der Ausschuss vor allem angemerkt, dass aufgrund des hohen Rücklagenstandes die jährlich verschobenen Maßnahmen des Vermögenshaushaltes zeitnah in Angriff genommen werden. Der Gesamthaushalt lag bei gut 1,8 Millionen Euro. Dem Vermögenshaushalt konnten knapp 250 000 Euro zugeführt werden, außerdem ergab sich ein Überschuss von rund 480 000 Euro. Prüfung und Rechnung nahmen die Gemeinderäte ohne Einwände zur Kenntnis.

• Eine Anfrage vom Kreisverband des Roten Kreuzes für die Aufstellung eines Altkleidercontainers stellten die Räte erst einmal zurück. Der Grund: Es gibt bereits einen Container, der allerdings von einem gewerblichen Anbieter ist. Die Verwaltung soll nun prüfen, wie viel Miete damit erwirtschaftet wird und wie die Kündigungsfristen sind. Sollte alles passen, könnte dem sozialen Aufsteller der Vorzug gegeben werden.