Beim künftigen Baugebiet im Wiesentheider Ortsteil Feuerbach muss die Gemeinde mit einer für sie etwas unverständlichen Einschränkung planen. In der Sitzung des Gemeinderats teilte Bürgermeister Klaus Köhler (Bürgerblock/Freie Wähler) mit, dass das Staatliche Straßenbauamt auf eine 15 Meter breiten Streifen zur Straße nach Rüdenhausen hin besteht, die nicht bebaut werden darf. Die Behörde hatte zunächst eine 20 Meter breite Zone vorgegeben.

Im Ortsteil will die Gemeinde etwa 2,2 Hektar als Bauland erschließen. Das Gebiet „Gartenäcker" befindet sich direkt neben der Straße nach Rüdenhausen und noch vor dem Bahnübergang. Die insgesamt 17 Plätze werden in zwei Abschnitten erschlossen. Der Gemeinderat legte mit dem Planer bereits grob den Zuschnitt der Flächen und Straßen fest. Um weitere Dinge, wie die Entfernung zur Kreisstraße, oder die Ausfahrt zu besprechen, hatte Bürgermeister Köhler die Behörde zum Termin vor Ort gebeten.

Dabei habe man erst nach längeren Gesprächen habe man eine Reduzierung erreicht, so Köhler. Näher mit der Bebauung an die Straße zu rücken, wurde nicht erlaubt. Das Problem sei, so Köhler, dass zwar das Ortsschild in einiger Entfernung in Richtung Rüdenhausen sitze. Jedoch nehme die Behörde für solche Fälle die so genannte Ortsdurchfahrtsgrenze als Maßstab.

Für die Gemeinderäte war es unverständlich, dass die Gemeinde die 15 Meter bis zur Straße frei halten müsse und das Baugebiet damit etwas kleiner werde. Hans Müller (Bürgerblock) fand die Vorgabe der Behörde „nicht nachvollziehbar, nachdem wir innerhalb des Ortsschildes sind. Das ist Bürokratie pur.“

Die Behörde müsse diese Vorgabe einhalten, wusste Robert Kaiser (Feuerbacher Liste), der beim Ortstermin ebenso anwesend war. „Mit dem Vorschlag können wir leben“, stellte er die Sicht der Bauwerber aus Feuerbach dar. Die 15 Meter große Anbauverbotszone wurde in den Entwurf des Lageplans mit aufgenommen. Zudem wurde eine Erschließungsstraße in Richtung Westen für eine eventuell spätere Erweiterung eingezeichnet.

Als nächster Schritt beim Bebauungsplan folgt die Beteiligung der Bürger, sowie der Träger öffentlicher Belange. Eine Erschließung könnte kommendes Jahr erfolgen.