Die Verkehrsregelung für das Baugebiet an der Gnodstadter Straße im Ortsteil Enheim und in der Schreinergasse in Martinsheim wurden am Montagabend in der Turnhalle der Grundschule Martinsheim vom Gemeinderat diskutiert. Für beide Bereiche lagen in der Sitzung Unterschriftenlisten von Anwohnern vor, die sich eine Änderung wünschen.

In Enheim wurde darum gebeten, einen verkehrsberuhigten Bereich einzurichten. Der Gemeinderat entschied sich jedoch, der Empfehlung der Verwaltungsgemeinschaft zu folgen und eine Zone 30 einzurichten. Es sei ohnehin keine Durchfahrtsstraße sondern eine Siedlung, die überwiegend von den Anwohnern befahren wird, so die Meinung. Von einer Bremsschwelle am Anfang der Straße sieht die Gemeinde vorerst ab. In zwei Jahren soll über die Erfahrungen gesprochen und die Situation neu evaluiert werden, da im Moment auch die Erweiterung des Baugebietes im Gange ist.

Kein Durchfahrtsverbot in der Schreinergasse

Auch in Martinsheim soll im Bereich Schreinergasse und Sichelwiese eine Zone 30 eingerichtet werden. Dem Wunsch ein Durchfahrtsverbot mit einem "Anlieger frei" Schild einzurichten wurde jedoch nicht entsprochen. Dies sei nicht nur schwer zu kontrollieren, sondern rechtlich auch kaum nachweisbar ob jemand unberechtigt durchfährt, begründete dies die Gemeinde. Generell empfiehlt die Verwaltungsgemeinschaft, sich über eine kommunale Verkehrsüberwachung Gedanken zu machen, um die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen zu kontrollieren.

Für die Photovoltaik-Anlagen "Fuchsloch" und "Rossgraben" wurden die vorhabenbezogenen Bebauungspläne erlassen. Dabei wurden Vorschläge der Unteren Naturschutzbehörde für Bepflanzung und Abmähen der Ausgleichsflächen eingearbeitet und ein entsprechendes Monitoring festgelegt. Ebenso wurde die zugehörige siebte Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen. In den Plänen wurden noch die Bodendenkmäler gekennzeichnet.

Einer Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus mit Carport im Baugebiet Sichelwiese in Martinsheim wurde zugestimmt, obwohl hierfür einige Befreiungen vom Bebauungsplan nötig sein werden. Die Vorgaben sind veraltet und sollten den Neubau auf einer von zwei dort noch freien Flächen nicht verhindern, so die Meinung der Räte.

Auslegung für Baugebiet beendet

Der Gemeindeüberschuss von 1161,45 Euro für das Jahr 2020 aus dem gemeinsam mit Seinsheim betriebenen Generationenbus wird als Zuschuss an den Generationenbusverein ausbezahlt.

Bürgermeister Rainer Ott informierte, dass die Auslegung für das Baugebiet in Gnötzheim beendet ist und in der nächsten Sitzung besprochen werden soll. In Martinsheim schreitet der Bau der Ringleitung für die Wasserversorgung voran und in Enheim wurden die Teer- und Pflasterarbeiten im neuen Baugebiet abgeschlossen.

Von mehreren Ratsmitgliedern wurde angeregt, solange es noch möglich ist Bürgerversammlungen im Freien abzuhalten. Diese seien wegen Corona schon viel zu lange nicht mehr durchgeführt worden.