Der Rückblick auf 2021 von Bürgermeister Peter Sterk in der Jahresschlusssitzung des Marktgemeinderates im Kulturhaus machte deutlich, dass die "Großbaustellen" Kindergartenerweiterung und Abwasserkanal nach Kitzingen weiter verfolgt wurden und man sich Gedanken zu einem neuem Bau- und Gewerbegebiet gemacht hat.

Der Bürgermeister freute sich darüber, dass für die Erweiterung des Kindergartens durch Aus- und Umbau des früheren Josefstifts ein Bauabschnitt abgeschlossen werden konnte. Der Langemer Nachwuchs konnte einziehen und mit den Abriss- und Roharbeiten für den Trakt zwischen bisherigen Kinderhort und Stift wurde ein weiterer Schritt in Angriff genommen wurde.

Abwasserkanal nach Kitzingen

Zum Abwasserkanal nach Kitzingen äußerte er, dass die Arbeiten voraussichtlich im kommenden Jahr in den Monaten von Juli bis September beginnen werden, wenn alle noch ausstehenden Punkte mit den Behörden geklärt sind, für die auch noch Gutachten abzuschließen sind. "Die Bauarbeiten beginnen dann in Kitzingen, das heißt von unten nach oben und wir werden voraussichtlich in einem Jahr die Gemarkungsgrenze erreichen", sagte er.

Zur Rückschau auf 2021 gehörten auch Ausbesserungsarbeiten für Straßenschäden und Einläufe oder ein Gartenhaus für den Kinderspielplatz, das mit finanziellem Zuschuss durch die Sparkassenstiftung entstand. Zur Bereicherung des Panoramawegs gab es eine Finanzspritze durch das Regionalbudget. Arbeiten standen an für die Beseitigung von Wasserschäden, für verschiedene Pflasterarbeiten, für die Gehsteigabsenkung bei der Firma Fehrer "und für viele weitere kleinere Einsätze zum Wohle der Gemeinde", wofür sich der Bürgermeister beim Personal des Bauhofs bedankte.

Sein Dank galt auch dem Team des Kindergartens, "das viele Herausforderungen zu bewältigen hatte, vielen helfenden Händen, meiner Stellvertreterin Heike Sterk und dem Ratsgremium für die große Unterstützung". Beim kurzen Blick auf 2022 nannte das Gemeindeoberhaupt weitere Arbeiten für die Kindergartenerweiterung und den Zulaufkanal nach Kitzingen, sowie Anstrengungen für ein neues Bau- und Gewerbegebiet.

Josefstift wurde im Zuge des Umbaus ein "Schmuckstück"

Heike Sterk erinnerte daran, dass auch das zweite Amtsjahr des Bürgermeisters von Corona bestimmt war und er sich wie auch die VG-Bediensteten an neue Vorschriften und Regeln gewöhnen musste, die teilweise auch die Arbeit beschränkten. Umso erfreulicher sei es, dass aus dem ehemaligen Josefstift im Zuge des Umbaus ein "Schmuckstück" wurde und die Kinder umziehen konnten. Dass trotz Corona vieles auf die Reihe gebracht wurde, führte sie auf die harmonische Zusammenarbeit im Ratskollegium zurück und auch darauf, dass für große Projekte wichtige Vorarbeit geleistet wurde.

Dem Rat lag der Antrag der Kirchenverwaltung auf Zuschuss zur Sanierung der Schlimbach-Orgel in der katholischen Pfarrkirche vor. Die katholische Kirchenstiftung St. Jakobus beabsichtigt, die historische Orgel aufgrund von Holzwurmbefall sanieren zu lassen. Das Kostenvolumen wurde auf rund 28 500 Euro beziffert. Geplant ist die Sanierung für das erste Quartal 2022, spätestens zum Pfingstfest soll die Orgel wieder erklingen. Der Bürgermeister schlug einen gemeindlichen Beitrag von 3000 Euro vor, woraus aber keine finanziellen Ansprüche abgeleitet werden dürfen. Sein Vorschlag wurde bei einer Gegenstimme befürwortet.

Entlastung der VG zur Jahresrechnung

Die Feststellung und Entlastung der VG zur Jahresrechnung 2020 wurde ohne Gegenstimme getroffen. Solleinnahmen und –ausgaben im Vermögens- und Verwaltungshaushalt lagen bei 5 442 229 Euro. Der Bürgermeister teilte mit, dass einige Personen auf der Warteliste für eine Stelle auf dem Holzlagerplatz der Gemeinde stehen. Falls ein Platz frei werden sollte, ist Meldung in der VG erwünscht.

Wenig erfreut reagierte Sterk auf Graffiti-Schmierereien an der Schule und das Fehlen eines Bronze-Kracken der Schlossruine. Die Schmierereien wurden ebenso zur Anzeige gebracht wie ein aus einem Garten gestohlener Christbaum. Gemeldet wurde die Ablagerung von Resten einer Rehzerlegung bei der Bergmarter. Es wurde auf den Service des Jagdverbandes verwiesen, solche Reste in der Geflügelzuchtanstalt in Kitzingen abzugeben.

Außerdem wurde auf die Langemer Statistik 2021 verwiesen. Es gibt 1670 Einwohner, davon 1565 mit Hauptwohnsitz. 846 von ihnen sind männlich, 824 weiblich, 1032 katholisch, 279 evangelisch und 359 andersgläubig. 16 Sterbefälle gab es zu betrauern, man konnte sich über 21 Geburten und neun Eheschließungen freuen. Von den Einwohnern sind 688 ledig, 780 verheiratet, 101 verwitwet und 91 geschieden.