Die Erdarbeiten zum Bau des neuen Kindergartens in Geiselwind haben begonnen. In der Sitzung des Gemeinderates ging Bürgermeister Ernst Nickel kurz auf den Zeitplan ein. Das Grundstück zwischen der Schule und dem Spielplatz, auf dem das Gebäude mit drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen entsteht, wird derzeit vorbereitet.

Momentan tragen Baumaschinen den Hartplatz an der Schule ab. Das Gebäude, für das Kosten von 2,8 Millionen Euro berechnet wurden, entsteht in Holzbauweise. Bürgermeister Nickel rechnet damit, dass die Einrichtung im Sommer 2023 ihren Betrieb aufnehmen dürfte. Träger wird das Bayerische Rote Kreuz sein.

Erweiterung später möglich

Die Dimension der neuen Einrichtung sieht so aus: Für die Krippe ist eine Größe von 32 mal 20 Metern vorgesehen, für den Kindergarten 30 mal 20 Meter. Hinzu kommt ein Zwischenbau mit einer Größe von 14 mal 15 Metern. Das geplante Gebäude kann später bei Bedarf erweitert werden auf bis zu fünf Kindergarten- und vier Krippengruppen.

Der Gemeinderat vergab in der Sitzung die Aufträge für einige Gewerke. Dabei merkte Bürgermeister Nickel an, dass die Vergabesumme zum Teil deutlich unter den im Vorfeld geschätzten Kosten lägen. Das betreffe etwa die Rohbauarbeiten, bei der die Firma Bräutigam aus Geiselwind den Zuschlag erhielt. Deren Angebot von 608 561 Euro liege um 44 500 Euro darunter. Bei den Zimmererarbeiten liegt der Anbieter, die Firma Krebs aus Ebrach, mit 684 419 Euro um rund 70 000 Euro unter der Schätzung.

Ein regelrechter Bauboom scheint derzeit in Geiselwind zu herrschen. Das lässt sich daraus schließen, dass zur Sitzung des Gemeinderats diesmal gleich 22 Pläne zur Beratung vorlagen. "So viele hatten wir in meinen 20 Jahren als Bürgermeister wohl noch nicht auf einmal", merkte Bürgermeister Nickel an.

Die meisten der Bauvorhaben entstehen im neuen Baugebiet Langäcker, wo bereits fleißig gearbeitet wird. Auch an einigen Mehrfamilienhäusern, die hauptsächlich im nördlichen Teil entstehen. In dem Zusammenhang fragte Gemeinderätin Margot Burger nach, mit wieviel Zuwachs an Einwohnern die Verwaltung in den nächsten Jahren rechne.

Zuzug von rund 200 Personen

Verwaltungsleiter Wilfried Hack schätzte, dass Geiselwind in den nächsten Jahren die 3000-Einwohner-Marke überschreiten könne. Aktuell sind es rund 2600. Es dürften allein im neuen Gebiet in Geiselwind rund 200 Bürger zuziehen, wurde angesichts der Baupläne kalkuliert. Dazu kommen in absehbarer weitere Bauflächen in den Ortsteilen Rehweiler und Holzberndorf. Die Nachfrage nach Bauland dort sei gut, bestätigte Bürgermeister Nickel.

In der Sitzung wurde außerdem der Forstbetriebsplan für 2022 genehmigt. Im Vorjahr wurden unter Führung der Forstbetriebsgemeinschaft Kitzingen 1605 Festmeter Holz im Gemeindewald eingeschlagen, meist Kalamitätsholz. Für die Gemeinde ergab sich im Wald alles in allem ein Plus von 59 233 Euro. Bürgermeister Nickel informierte, dass für dieses Jahr lediglich der Einschlag von schadhaften Holz vorgesehen sei. Der Schwerpunkt im Forst werde auf Pflege des Bestands und Wiederaufforstung liegen.