„Überwältigt“ war Barbara Becker am Samstag in Estenfeld, als feststand, dass sie für die CSU im Mai 2014 bei der Europawahl antreten darf. Die Wiesenbronnerin hat sich beim Europakongress der Partei im dritten Wahlgang gegen Bernd Weiß (86:61 Stimmen) durchgesetzt, den früheren Staatssekretär im Innenministerium.

Becker hat nun beste Aussichten, den Platz von Anja Weisgerber einzunehmen. Die Schwebheimerin, seit 2004 im Europaparlament, wurde im September in den Bundestag gewählt als Nachfolgerin des früheren Wirtschaftsministers Michael Glos.

Die 44-Jährige zeigte sich gestern am Telefon „total erfreut“ über die große Unterstützung der Kitzinger Delegierten. „Schön war auch, dass wir sechs Kandidaten uns bei aller Konkurrenz einig waren, dass wir uns unabhängig vom Ergebnis künftig unterstützen werden.“ Der Sieg der Unternehmensberaterin ist umso bemerkenswerter, als Kitzingen nur zwölf der rund 150 Delegierten stellte. „Es hat sich wohl ausgezahlt, dass ich nach meiner Kitzinger Nominierung viele Ortsverbände in ganz Unterfranken besucht habe.“

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