Die Gemeinde Albertshofen wird in Zukunft wahrscheinlich rund 12 500 Euro pro Jahr zusätzlich für den Kindergarten aufwenden. Denn der bayerische Ministerrat habe beschlossen, dass der Freistaat eine höhere Förderung in Aussicht stellt, wenn Kindergärten die zusätzlichen Mittel ausschließlich für Qualitätsverbesserungen ausgeben und auch die Kommunen den gleichen Betrag wie die Staatsregierung zusätzlich gewähren.

„Ich denke, das ist eine gute Geschichte, dann hätte unser Kindergarten jährlich 25 000 Euro mehr zur Verfügung“, fand Bürgermeister Horst Reuther in der Ratssitzung am Dienstag. Doch das Gremium traf noch keinen Beschluss, da die Ausführungsrichtlinie vom Freistaat noch nicht veröffentlicht ist und keine Details vorliegen. Zudem ist noch nicht bekannt, ob diese zusätzlichen Gelder aus München nur für den Doppelhaushalt 2015/2016 zur Verfügung stehen, oder auch darüber hinaus. „Wir vergeben uns nichts, wenn wir erst in der nächsten Sitzung einen Beschluss fassen“, meinte der Bürgermeister.

Außerdem ging es im Gemeinderat um folgende Themen:

Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister zum Thema Hochgeschwindigkeits-Internet. Denn mit der Breitband-Offensive der Staatsregierung hatte die Gemeinde ein Erkundungsverfahren durchführen lassen. Dies ergab, dass das Mobilfunk-Unternehmen Emotec innerhalb der kommenden drei Jahre die Bandbreiten im vorhandenen Netz auf mindestens 30 Mbit pro Sekunden beim Herunterladen und zwei Mbit pro Sekunde beim Hochladen ausbauen will. Betroffen sei das gesamte Gemeindegebiet. Wie Emotec will auch die Deutsche Telekom für Albertshofen merkliche Verbesserungen in Angriff nehmen, ohne dass sich die Gemeinde finanziell beteiligen muss. Die Telekom will mit dem VDSL/Vectoring-Ausbau nach derzeitigem Planungsstand 100 Mbit beim Herunterladen und 40 Mbit beim Hochladen bis Ende 2017 realisieren. „Da war es gut, dass wir erst abgewartet haben“, meinte Elmar Gimperlein und sprach seinen Ratskollegen damit aus der Seele. Denn in der nahen Vergangenheit hatte es mehrmals Angebote von Mobilfunk-Unternehmen für einen Netzausbau gegeben – bei denen die Gemeinde aber 200 000 Euro oder noch mehr beisteuern sollte. Durch das Abwarten gibt es die Breitband-Aufrüstung jetzt kostenlos für die Gemeinde.

Zu einer Lachnummer wurde ein Antwortschreiben der Stadt Kitzingen auf den Brief des Bürgermeisters, in dem er auf das „ewige Thema“ Radweg nach Kitzingen hingewiesen hatte. Das Lachen am Ratstisch war die Reaktion auf die Kitzinger Information, dass die Stadt sich erst weiter dem Thema widmen werde, wenn eine Verkehrszählung durchgeführt worden sei. Diese sei schon im Jahr 2012 auf der Agenda gestanden, jetzt soll die Verkehrszählung im Juni diesen Jahres erfolgen.

Die Gemeinde hat ein neues Bauhoffahrzeug angeschafft weil das bisherige Fahrzeug nicht mehr verkehrssicher war und eine Reparatur sich nicht mehr rentierte. Jetzt kaufte die Gemeinde einen drei Jahr alten Volkswagen T5 für 19 500 Euro.

Das Ratsgremium war sich rasch einig, dem TSV wieder 3000 Euro für die Jugendarbeit zu gewähren.