Seinsheim

Bald blitzt es in den Seinsheimer Straßen

Im überschaubaren Kreis, fünf Mitglieder fehlten, tagte der Seinsheimer Marktgemeinderat erstmals seit der Wahl im Sitzungssaal des Rathauses. Lange Debatten zu den einzelnen Punkten hatte es erwartungsgemäß auch nicht gegeben. So fehlten diesmal auch Zuhörer.
Der Seinsheimer Bauhof hat einen neuen Schlepper bekommen. Mitarbeiter und Bürgermeisterin Ruth Albrecht holten das Fahrzeug in Markt Herrnsheim selbst ab. Foto: Marktgemeinde Seinsheim

Im überschaubaren Kreis, fünf Mitglieder fehlten, tagte der Seinsheimer Marktgemeinderat erstmals seit der Wahl im Sitzungssaal des Rathauses. Lange Debatten zu den einzelnen Punkten hatte es erwartungsgemäß auch nicht gegeben. So fehlten diesmal auch Zuhörer.

Bürgermeisterin Ruth Albrecht informierte, dass es nun ernst werde mit der Überwachung des fließenden Verkehrs. Das heißt: Es wird bald in allen Ortsteilen der Marktgemeinde geblitzt werden.

Dies übernimmt die Kommunale Verkehrsüberwachung Steigerwaldvorland. Seinsheim und Segnitz hatten sich laut Ruth Albrecht dazu entschlossen. Jetzt muss dies noch in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft abgesegnet werden.

Gemeinderat gegen Einzäunung

"Es kann jeden von uns erwischen", warnte die Bürgermeisterin. Denn die Überwachung erfolge unangekündigt in irgendeinen der Ortsteile, auch abends. Vorerst liefen die Messungen über zwölf Monate.

Über längere Zeit könnte sich das Projekt "Lichte Wälder in Franken – Erhalt von Mittel- und Niederwäldern für die Artenvielfalt" erstrecken. Das Projekt soll auf dem Plateau beim Andreas-Därr-Turm laufen, aber nur, wenn dadurch die Bekämpfung von Schädlingen im Wald nicht eingeschränkt werde, beschloss der Marktgemeinderat mehrheitlich.

Auf dem Plateau sollen nach der Fällaktion wieder Bäume, die dem Klimawandel trotzen, wachsen. Das Problem: Rehe haben dies bislang verhindert. Deswegen soll das Areal nun eingezäunt werden, erläuterte Ruth Albrecht.

Damit war Marktgemeinderat Stefan Schwarz nicht einverstanden. Er verstand zwar aus forstlicher Sicht die Notwendigkeit einer Einzäunung, gleichwohl befürchtet er dadurch eine Wegnahme von Lebensräumen für bestimmte Tiere.

Notstromaggregat beim Digitalfunkmast

Ein Jahr lang habe man es ohne Zaun versucht, versuchte ihm Ruth Albrecht die Problematik klarzumachen. Wenn die Bäume eine gewisse Höhe erreicht hätten, werde der Zaun auch wieder entfernt.

Zustimmung gab es für den Wunsch des Bayerischen Landeskriminalamtes, bei einem BOS-Digitalfunkmast bei Iffigheim ein Notstromaggregat zu errichten. Ja sagte das Gremium auch dazu, beim künftigen Dorfgemeinschaftshaus in Iffigheim eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge vorzusehen.

Das Gebäude, an dessen Stelle das Dorfgemeinschaftshaus in Iffigheim errichtet wird, sei mittlerweile ausgeräumt, informierte Ruth Albrecht. Der Container werde demnächst abgeholt. Mitte November werde mit dem Abbruch begonnen.

Abgeholt worden in Markt Herrnsheim sei der neue Schlepper für den Bauhof. Das Fahrzeug sei auch schon im Einsatz, berichtete die Bürgermeisterin. Es sei schon schön für die Mitarbeiter, wenn der neue Traktor bereits warm sei, wenn man losfahren will.