Nachdem die Stadt Kitzingen den Bahnhof und das Umfeld gekauft hat, haben einige Fraktionen im Stadtrat Vorstellungen entwickelt, wie es dort weitergehen soll. Dazu erreichten die Redaktion mehrere Stellungnahmen, die hier zusammenfassend veröffentlicht werden.

Die CSU kritisiert die aus ihrer Sicht "chaotischen und nicht länger zu vertretenden Verhältnisse" am Parkplatz in Richtung Norden (stadteinwärts). Dort sollen schnellstens Verbesserungen kommen, fordert die CSU. Ihr Vorschlag: Das städtische Bauamt soll möglichst bald in Eigenregie eine realisierbare Entwurfsplanung für die Errichtung von Rad- und Auto-Stellplätzen erarbeiten, ebenso die erforderlichen Bushaltestellen für den ÖPNV. Die Pläne sollen bis 15. Oktober im Stadtrat vorgelegt werden.

Der Ortsverband der Grünen betont, dass der Bahnhof auch künftig in der Hand der Stadt bleiben soll. Die Partei wünscht sich eine Bürgerbeteiligung für die Neuausrichtung des Bahnhofsgebäudes, die über das Internet organisiert werden soll. Beispiele dafür sind nach Mitteilung der Grünen zwei Bürgerbeteiligungsprojekte der Stadt Würzburg auf  www.wuerzburg-mitmachen.de.

Bahnhof in städtischer Hand behalten

Auch die SPD-Fraktion spricht sich für einen Erhalt des Bahnhofs in städtischer Hand aus. Nach Berichten über die expansionswillige Firma Weclapp in Bahnhofsnachbarschaft und die Vorschläge von Stadtheimatpfleger Harald Knobling fordert die SPD, schnell zu handeln, "um einem innovativen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, am Standort Kitzingen zu wachsen" Auch böten die unteren Räume Platz für Hinweise auf die Historie und Sehenswürdigkeiten der Stadt und für kleinere Ausstellungen.

Die SPD wünscht sich zudem einen Realisierungswettbewerb in diesem Jahr, der das Gebäude und das Umfeld zum Inhalt haben soll. Das würde auch die Möglichkeit für Zuschüsse eröffnen, was mit der Regierung von Unterfranken abzustimmen sei, schreibt die SPD. Zur Vorbereitung der Wettbewerbs soll die Stadtverwaltung ein Nutzungskonzept erstellen und dem Stadtrat vorlegen. Dieses Konzept soll die verkehrstechnischen Vorgaben wie Stellplatzanzahl, Busanzahl, Fahrradbedarf sowie die Gebäudenutzungen zusammenfassen.