Die Bäckerinnung Kitzingen holte ihre im Frühjahr vertagte Innungsversammlung mit Wahl des Vorstandes und Verleihung der Brotprüfungsurkunden nach.

Ehrenobermeister und Geschäftsführer Claus Lux begrüßte zehn Teilnehmer und sprach von einer besonderen Wahl. Nach der letzten Versammlung sei er davon ausgegangen, kein Treffen mehr abhalten zu müssen. Er beklagte zudem, dass die Innung in diesem Jahr 110 Jahre alt werde, jedoch ohne eine Feier, die er sich eigentlich vorgestellt hatte.

Die sieben Wahlberechtigten bestätigten unter der Wahlleitung von Christian Geitz Obermeister Tilo Brönner (Iphofen) einstimmig als Obermeister; neuer Stellvertreter wurde Roland Söder (Willanzheim). Weiter im Vorstand sitzen Simon Matthäus (Marktsteft), Leo Scheckenbach, Philipp Scheckenbach (Seinsheim), Rupert Mahler (Volkach) und als Schriftführer Christian Geitz (Obernbreit).

Lehrlingswart bleibt Joachim Müller, der auch im Gesellenausschuss sitzt; Arbeitnehmervertreter ist Florian Lenzer. Die Geschäftsführung und Kassenverwaltung erledigen Claus Lux und Elisabeth Hofmann. Nachdem eine Vorstandsmannschaft zusammenkam, erübrigt sich der in der Vergangenheit einmal ins Auge gefasste Zusammenschluss mit einer anderen Bäckerinnung.

Im weiteren bezeichnete Lux die Brotprüfung als stärkste aller Zeiten, denn sieben Betriebe lieferten 82 Brote und Brötchen zur Prüfung von Brotprüfer Manfred Stiefel an.

Der Prüfer des deutschen Brotinstituts vergab 28 sehr gute und 42 gute Beurteilungen. Zudem gab es zwei Goldmedaillen der Brotinstituts.

Allerdings, so schränkte Lux ein, sei die Brotprüfung mit den angebotenen Stückzahlen als grenzwertig anzusehen, denn eine Brotprüfung umfasse normalerweise 60 Stücke an einem Bewertungstag. Sie müsse bei weiterhin großem Zuspruch auf zwei Tage verteilt werden.