Der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt Unterfranken unterstützt mit großem Nachdruck den Widerstand gegen die AfD-Wahlkampfveranstaltung mit Björn Höcke am Donnerstag, 9. August, in Prichsenstadt. Wie der Wohlfahrtsverband in einer Pressemitteilung schreibt, schließe er sich dem breiten Bündnis an, das zur Gegendemonstration vor Ort aufrufe. Die Gegendemonstration dauert von 18 bis 21 Uhr. Sie findet am Parkplatz Wiesentheider Straße in Prichsenstadt statt.

Angekündigte Gruppen

Dabei sind der AWO zufolge auch die Bayern-SPD, die Jusos Unterfranken, der Grünen-Kreisverband Kitzingen, die IG Metall Unterfranken, das Bündnis für Zivilcourage Würzburg, „Schweinfurt ist bunt“, der Arbeitskreis "Gehwissen", Iphofen, und der Verein Alt Prichsenstadt.

„Als AWO Unterfranken werden wir den Auftritt der Rechtspopulisten nicht still und leise hinnehmen. Wir wollen der Fels in der Brandung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus sein“, schreibt dazu der AWO-Bezirksvorsitzende Stefan Wolfshörndl an die Verantwortlichen in den Kreisverbänden und Ortsvereinen. „Wir wünschen uns einen bunten, friedlichen, aber deutlichen Prostest. Lasst uns mit der Gegendemonstration ein deutliches Zeichen gegen Rechts in Unterfranken setzen.“

AWO tritt für Grundwerte ein

Unterstützung des Statements für die Grundwerte der AWO – Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit – erhielt der Verband auch vom Bundesverband aus Berlin. „Wir möchten unsere Solidarität für Eure Aktion bekunden“, schreiben der Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler und AWO-Präsident Wilhelm Schmitt nach Würzburg. „Die AfD steht mit ihrem Rechtspopulismus gegen alle Werte, für die die AWO seit fast 100 Jahren kämpft. Die AfD grenzt aus, ist rassistisch und verhält sich menschenverachtend. Der Bundesverband der AWO hat sich auf Konferenzen in verschiedenster Weise gegen die Politik der AfD ausgesprochen und diese als unvereinbar mit den Grundwerten der AWO erklärt. Insoweit hoffen wir, dass die Gegendemonstration machtvoll, friedlich und erfolgreich sein wird.“