Die Anlieger von Autowaschanlagen sollen gefragt werden, bevor der Stadtrat darüber entscheidet, ob in Kitzingen künftig Autowaschanlagen auch an Sonntagen ab 12 Uhr betrieben werden können. Das hat der Finanzausschuss des Kitzinger Stadtrats beschlossen.

Generell ist der sonntägliche Betrieb der Anlagen in Bayern seit 2006 möglich. Nach den Worten von Rechtsrätin Susanne Schmöger geht das allerdings nicht mit Einzelfallregelungen, sondern nur über den Erlass einer Verordnung.

Die würde dann im gesamten Stadtgebiet gelten und würde sich nicht auf Gewebegebiete oder bestimmte Anlagetypen beschränken lassen. Im Ausschuss gab es durchaus Stimmen, die sich einen Betrieb auch am Sonntag vorstellen können. Vor der Entscheidung im Stadtrat wird die Verwaltung allerdings erst die Stimmungslage der Anlieger in kritischen Bereichen sondieren. Einer davon liegt an der B 8, wo eine Tankstelle eine Waschanlage in Betrieb hat. Das Thema war 2006 schon mal auf der Tagesordnung, fand damals aber keine Mehrheit.

Mehr Geld für Straßenmöbel

Der im Rahmen des Gestaltungsleitfadens für die Außenbewirtschaftung in der Innenstadt mögliche Zuschuss wird erhöht. Der Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen, die Höchstgrenze beim Zuschuss für die Anschaffung von Straßenmöbeln von bisher 500 auf 2000 Euro zu erhöhen. Der Fördersatz liegt weiter bei 25 Prozent der Anschaffungskosten.

10 000 Euro stehen für Gastronomen in der Innenstadt bereit, die sich bei Neuanschaffungen an die im Leitfaden vorgebene „qualitätsvolle Gestaltung der Außenbewirtschaftung“ halten. Weil das Geld bisher kaum abgerufen wurde, kommt jetzt die Erhöhung und die Hoffnung, damit die Gastronomen zu motivieren, die Innenstadt attraktiver zu machen.

Bebauungsplan am Fuchsgraben

Der geplanten Änderung des Bebauungsplans Fuchsgraben stimmte der Ausschuss ebenfalls zu. Hier sollen auf dem brach liegenden und inzwischen von Büschen geräumten Grundstück an der Kaltensondheimer Straße ein Parkplatz mit 24 Stellplätzen und ein Einfamilienhaus entstehen. Die Plätze stehen den Bewohnern der Wohnblocks entlang der Kaltensondheimer Straße zur Verfügung. Die hat ein Investor gekauft, renoviert und inzwischen alle vermietet.

Jetzt will der Eigentümer auf dem Grundstück gleich daneben die Stellplätze und ein Haus bauen. Mit dem Ja des Ausschusses und vor einer endgültigen Entscheidung im Stadtrat, wird die Verwaltung auf die betroffenen Anlieger der Reihenhäuser am Fuchsgraben zugehen und deren Meinung zu dem Vorhaben einholen. Das sagte Bauamtschef Oliver Graumann in der Sitzung zu.